The Length of Japan: Kanto

Tag 26 – 07.05.2017
Hakone – Yokohama
75,8 km – 384 hm
Wetter: 23-27°C, heiter

Am Morgen ging es erst noch ein klein wenig bergab und dann war ich schon auf Meereshöhe. Zunächst habe ich vom Meer aber nicht viel zu sehen bekommen. Erst kurz vor Kamakura war es dann zu sehen. Dort gibt es einen langen Strand. Wie die Japaner eben so sind, gehen sie aber nicht zum Sonnenbaden an den Strand, sondern zum Surfen. Am Kap Irago hatte ich schon einige Surfer gesehen. Hier waren es aber richtig viele. Viele der Surfer transportieren ihr Brett in Kamakura mit dem Fahrrad oder dem Roller mit Hilfe eines seitlichen Halters.

Kamakura Beach

Nach dem ganzen Strandgeschehen ging es für mich zur größten Buddhastatue Japans, ebenfalls in Kamakura.

Kotoku-in

Kotoku-in

Danach stellte ich mein Fahrrad für eine Weile ab und besuchte das lokale Museum, einen der zahlreichen buddhistischen Tempel dort

Kencho-ji

Kencho-ji

Kencho-ji

Kencho-ji

sowie einen schintoistischen Schrein.

Tsurugaoka Hachiman-gu

Tsurugaoka Hachiman-gu

Nach dem Besuchsprogramm ging es wieder per Fahrrad weiter. Hinter Kamakura war ein kleiner Berg zu bewältigen. Der war aber nicht schwer. Kurze Zeit später war ich dann in den Außenbezirken der zweitgrößten Stadt Japans angelangt und damit auch im größten Ballungsraum unseres Planeten. In Yokohama war es wieder, ähnlich wie in Kobe, sehr angenehm auf der Hauptstraße zu fahren. Der Verkehr war mäßig und links war immer genug Platz für mich. Direkt vorm Hostel bekam ich dann noch etwas von der Begeisterung für Baseball mit. Es lief grad im Stadion direkt nebenan ein Spiel und die Zuschauer machten richtig Stimmung. Als ich später einkaufen ging, sah ich auch noch einige Fans, die nach dem Spiel auf die Spieler warteten. Das Hostel war aber nicht so gut, stickig, im dritten Stock und mein Fahrrad musste ich auch in einer merkwürdigen Ecke abstellen – insgesamt die schlechteste Unterkunft der ganzen Tour.

Tag 27 – 08.05.2017
Yokohama – Tokyo
43,8 km – 249 hm
Wetter: 20-30°C, sonnig

Ich schob das Rad morgens erstmal durch die Chinatown von Yokohama, die größte in Japan. Diese war ein wenig besser als die von Kobe. Der Tempel war so früh aber noch geschlossen.

Kanteibyo (Kuan Ti Miao)

Weiter ging es zum am Hafen gelegenen Yamashita-Park. Dort liegt auch ein altes Linienschiff vor Anker. Dies fuhr früher mal nach Seattle. Ich konnte es aber nicht besichtigen, da es wie die meisten Museen am Montag geschlossen hat. Der Park war aber auch so ganz nett.

Hikawa Maru

Yamashita Park

Danach ging es dann durch ein hypermodernes Hochhausviertel.

Minato Mirai 21

Die Straße war in Yokohama in Kawasaki genauso gut wie schon am Vortag. Ab Ota wurde es ein klein wenig enger, aber noch richtig gut fahrbar. Einziger Nachteil ist halt die durchgehende Bebauung ohne Grünflächen, aber das wäre auf anderen Strecken auch nicht anders gewesen. Ich war jedenfalls sehr zufrieden mit dieser selber zusammengebastelten Strecke.

27 km to Tokyo

Schließlich war ich in Tokyo angekommen. Dort besuchte ich als erstes einen bekannten Tempel, auf dem 47 Ronin begraben sind, die Seppuku (rituellen Selbstmord) begehen mussten.

Sengaku-ji

Sengaku-ji

Ein paar Kilometer weiter steht das Wahrzeichen Tokyos, der dem Eiffelturm nachempfundene Tokyo Tower. Wegen Renovierungsarbeiten konnte ich allerdings nur die untere Plattform besichtigen und nicht die obere.

Tokyo Tower

Road from Yokohama

Auf dem letzten Bild ist im Bild übrigens die Straße zu sehen, auf der ich aus Yokohama hier her geradelt bin.
Nicht weit entfernt ging es dann zum Hama-Rikyu-Palastgarten, ein ehemaliges Jagdrevier. Der war aber recht langweilig und uninteressant im Vergleich zu anderen Gärten, die ich auf der Tour schon gesehen hatte.

Hama-rikyu onshi teien

Danach ging es dann auf recht direktem Wege mitten durchs Zentrum zum (übrigens sehr guten) Hostel. Abends ging ich dann noch auf die Terrasse und machte ein paar Fotos.

Asakusa

Skytree over Asakusa

Asakusa at Night