The Length of Japan: Chubu

Tag 22 – 03.05.2017
Tsu – Tahara
93,4 km – 528 hm
Wetter: 19-23°C, wolkig

Heute ging es eine ganze Weile durch die Ebene. Die Strecke war aber trotz der durchgehenden Bebauung ganz nett anzusehen. Es ging nämlich ohne große Belästigung durch die in Japan sonst so zahlreichen Ampeln auf Nebenstraßen durch ganz nette Ortschaften. Sonst sind die Kleinstädte in Japan ja meist hässlich. Allerdings gab es doch was Negatives: Auf den ersten 60 Tageskilometern gab es fast durchgehend Gegenwind. Unterwegs guckte ich mir in Ise den recht bekannten Ise-jingu-Geku-Schrein an. Den fand ich aber recht langweilig. Interessanter war da das dort geparkte Fahrrad eines Einheimischen.

blue bike

Ise-jingu

Nach dem Schreinbesuch ging es dann am Wasser entlang durch einen Nationalpark bis zum Hafen, von wo mich eine Fähre über die Bucht bringen sollte, an der auch Nagoya liegt.

Isa-Shima National Park

kelp farm

Bei der Fähre musste ich nur kurz warten. Ich durfte mit meinem Fahrrad auch noch mit, da es ja nicht viel Platz verbraucht. Ansonsten war die Fähre nämlich voll.

Isewan Ferry

Direkt nach der Überfahrt ging es dann wunderschön nahe am Wasser auf der Kap-Irago-Halbinsel entlang. Der dortige touristische Radweg ist allerdings qualitativ eher mäßig und teilweise auch etwas merkwürdig. So ging es zum Beispiel zu Anfang gleich eine längere Treppe hinab. Aber die Aussicht entschädigte ausreichend dafür.

Irago Cape

Am Abend ging es dann wieder in ein recht gutes Business-Hotel.

Tag 23 – 04.05.2017
Tahara – Shizuoka
156,6 km – 1082 hm
Wetter: 17-24°C, heiter bis wolkig

Insgesamt war der Tag recht langweilig. So habe ich nach 105 Kilometern das erst Mal den Fotoapparat herausgeholt, um die Teeplantagen bei Shimada abzulichten. Dort war auch der einzige Hügel des Tages zu verzeichnen.

tea plantation

Shimada

Bei der Einfahrt nach Shizuoka zückte ich dann das zweite Mal den Fotoapparat.

arriving in Shizuoka

Durch eine Fehlkalkulation meinerseits, die Golden Week war noch nicht vorbei und Shizuoka ein sehr populäres Ziel in dieser, bekam ich nach einigem Gesuche und Fragen keinen Übernachtungsplatz unter einem festen Dach. Daher baute ich dann an einer einigermaßen geschützten Stelle am Fluss mein Zelt auf. Abends gab es daher mal im Convinience Store das Abendessen.

Tag 24 – 05.05.2017
Shizuoka – Fujikawaguchi
107,0 km – 1437 hm
Wetter: 14-25°C, wenig Wolken

Nachts war es recht windig und dementsprechend fühlte es sich etwas kühl an. Daher wachte ich auch recht früh auf und machte mich auf in Richtung des Berges aller Berge. Zunächst gab es einiges auf und ab mit recht fiesen Steigungen auf kleinen Straßen durch Mandarinenplantagen parallel zu all den anderen Verkehrswegen ein paar Etagen tiefer am Meer. Dabei gab es einige schöne Ausblicke.

Suruga Bay

Nach einer Weile bog ich dann am Fuße des Fuji ins Landesinnere ab. Die nun zu bewältigende Steigung von Meereshöhe auf rund 1000 m war nicht sonderlich steil und daher trotz ihrer Länge von fast 35 km mit wenigen Pausen gut zu machen. Das letzte Stück des Anstieges für ich dann gemeinsam mit den Autos auf der Hauptstraße. Besser gesagt ich fuhr auf dem guten Radweg nebendran und die Autos standen durch den Rückreiseverkehr im Stau. So fuhr ich dann bergauf mal deutlich schneller als jedes Auto. Unterwegs hatte ich immer den Fuji vor mir oder rechts neben mir.

Fuji

Fuji and Cows

Ich machte noch einen kleinen Abstecher zum Motosu-ko, einen der fünf Seen am Fuji.

Lake Motosu

An den Seen gibt es auch reichlich Campingplätze. Ich sehnt mich aber nach der letzten Nacht nach einer vernünftigen Dusche und ging daher doch wieder ins Hostel. Von dessen Terrasse hat man auch einen guten Blick auf den höchsten aktiven Vulkan Japans.

Fuji

Tag 25 – 06.05.2017
Fujikawaguchi – Hakone
79,6 km – 1030 hm
Wetter: 16-25°C, heiter bis dicht bewölkt

Morgens ging es erstmal an den See vor Ort und anschließend ins Fuji-Besucherzentrum. Letzteres war ziemlich uninteressant.

Lake Kawaguchi

Danach ging es über einen recht leichten Hügel rüber zum letzten der Fuji-Seen. Dieser ist auch gleichzeitig der uninteressanteste der fünf. Danach ging über recht starke Steigung hinauf auf über 1000 m und nachdem das Thermometer schon kurz nach dem Start auf fast 1000 m Höhe 25°C angezeigt hatte fielen die Temperaturen jetzt rapide ab, da ich, je mehr ich den Berg umrundete, immer mehr in die Wolken reinkam. Daher waren es dann sehr feucht und kühl. Der Berg war aber nicht sehr lang und danach startete dann eine sehr lange Abfahrt. Wegen der dort für Fahrräder über lange Strecken gesperrten Hauptroute musste ich aber auch viel Zickzack fahren. Kurz vor Hakone durfte ich dann nochmal wieder 350 m nach oben und damit auch wieder in die tiefhängenden Wolken. Die Abfahrt danach war aber recht schön. Zum Glück musste ich die nicht rauffahren, es war nämlich relativ steil.

In Hakone fuhr ich dann mit der Standseilbahn und der normalen Seilbahn rauf zum Owakudani. Dort war es sehr windig und wegen der Wolken konnte ich absolut nichts sehen vom den dort austretenden vulkanischen Gasen. Nur reichen konnte ich sie. Ich habe mir dann nur kurz das kleine Informationszentrum angeguckt.

Owakudani

sulfur crystal

Hakone Tozan Cable Car

Danach ging es dann weiter bergab zum Hostel. Kurz vor diesem musste ich aber nochmals den Berg kurz hinauf. Im Hostel ist auch ein Onsen und daher probierte ich das mal aus, war ja schließlich schon im Preis mit drin. Lange habe ich es im Wasser aber nicht ausgehalten. Wegen der Hitze fing ich schnell darin an zu schwitzen.