vom Atlantik nach Basel – meist über den EV6: Bourgogne

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Tag 13 – 02.09.2014
Decize – Digoin
89 km, 674 hm

Am 13. Tag ging es zunächst ein wenig weg von der Loire entlang des Canal du Nivernais und dann über die Hügel mit einem kleinen Abstecher an die Loire nach Bourbon-Lancy. Die Strecke hierhin war wie eben schon erwähnt sehr hügelig, aber nicht zu schwer und vor allem landschaftlich hübsch. Die Beschilderung im Burgund war bisher auch schon etwas lückenhaft, auf dem Stück vom Canal du Nivernais bis Bourbon-Lancy war sie dann aber extrem schlecht und nur alle paar Kilometer mal vorhanden. Ohne Navi hätte ich ziemlich häufig die Karte bemühen dürfen. Bourbon-Lancy war dann aber sehr schön und ich spazierte natürlich wieder durch den Ort.

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Nach dem Ort ging es dann noch sehr schön durch ein kleines Naherholungsgebiet, wo ich dann auch Mittagspause machte. Ein kleines Stück weiter war ich dann endgültig wieder an der Loire. Meist folgte die Route dem Fluss jetzt aber mit einigem Respektsabstand, teilweise wieder entlang des Seitenkanals.

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Am Ende des Tages landete ich dann am Wasserstraßenkreuz von Digoin. Das ist nicht ganz so beeindruckend wie das von Briare, aber doch ganz schön darüber zu fahren. Viel mehr hat der Ort auch nicht zu bieten.

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Tag 14 – 03.09.2014
Digoin – Montchanin
70,3 km, 388 hm

Heute hieß es dann endgültig au revoir Loire und weiter zu radeln an anderen Flüsse und Kanälen. Zunächst war der Canal du Centre dran. Die Beschilderung war nicht besser, aber es ging ja fast nur am Kanal lang, da kann man sich kaum verfahren. In Paray-le-Monial guckt ich mir dann die beeindruckende Kirche an und auch noch ein wenig den Ort.

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Kurze Zeit danach erreichte ich dann den südlichsten Punkt meiner Tour und ein wenig später auch den tausendsten Kilometer dieser. Der Rest des Tages war relativ langweilig und vor allem gab es einen ständigen, relativ starken Gegenwind, so dass ich mich im nicht allzu sehenswerten Monceau-les-Mines entschied, nicht mehr lange fahren zu wollen. Da der nächste Campingplatz noch weit entfernt war, musste ein günstiges Hotel her. Die Touristeninfo hatte natürlich gerade zu, aber dank mobilem Internet fand ich in ca. 15 km Entfernung ein Formule 1. Gut, dass ich eine Kreditkarte dabei hatte. Denn ohne wäre dort ein einchecken nicht möglich gewesen. Da ich erst nicht wusste, wie genau das mit dem Einchekautomaten läuft, half mir eine von den Reinigungsdamen. Anderes Personal ist da ja abends nicht da. Im Zimmer wollte ich dann abends lieber nicht den Gaskocher anschmeißen, also ging ich zu einer nahe gelegenen Tankstelle dafür. Das Essen war sogar gar nicht mal schlecht.

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Tag 15 – 04.09.2014
Montchanin – Premeaux-Prissey
69,6 km, 475 hm

Am nächsten Tag ging es dann zunächst eine Weile weiter am Canal du Centre lang. Weiterhin nicht übermäßig spannend, aber gut zu fahren. Ab Santenay hatte ich dann aber wieder eine größere Abweichung geplant. Es sollte über die Voie des Vignes ins Weinanbaugebiet der großen Burgundischen Weine gehen.

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Die Strecke durch die Weinberge war wirklich wunderschön. Die Strecke ist natürlich ein wenig hügelig, aber nichts, was man nicht bewältigen kann. Unterwegs gab es auch einige schöne Weindörfer, wie z. B. Meursault.

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Aber nicht nur wegen der Weinberge hat sich der längere Ausflug gelohnt. Es ging auch noch nach Beaune. Doch leider endeten direkt an der Stadtgrenze die Routenbeschilderungen und Radverkehrsanlagen gab es auch keine. Es hieß also mitten durch den Verkehr radeln und gleichzeitig den Weg ins Zentrum zu finden. Das lohnt sich aber. Die Stadt ist schön und hat als besonderes Highlight das Hôtel Dieu zu bieten, dessen Besichtigung sich sehr gelohnt hat. Eine Weinprobe habe ich übrigens auch hier nirgendwo mitgemacht.

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Zum Campingplatz ging es dann noch ein wenig weiter. Als ich aus dem Ort raus kam gab es dann auch plötzlich wieder eine Radroutenbeschilderung.