Ostalpen-Nordostitalien-Tour: Venetien

Tag 16 – 08.07.2016
Lido di Venezia – Venedig – Lido
9,5 km – 42 hm
Tageshöchsttemperatur: 30°C

Inzwischen war ich 2 Tage vor meiner ursprünglichen Planung angelangt. Für Venedig plante ich nun zu dem ohnehin vorgesehenen Ruhetag jetzt noch einen zusätzlichen ein und dann noch einen in Verona am Ende der Tour. Heute gab es dann also den ersten Ruhetag in Venedig und diese nutze ich ja immer ausführlich für Besichtigungen. Dafür musste ich erstmal mit dem Fahrrad zum Hauptknotenpunkt des ÖPNV in Lido fahren. Dieser ist kurz hinter dem großen Gebäude mit der Kuppel auf dem folgenden Bild, also nicht sehr weit. Die Strecke dahin ist auch schön zu fahren und außer der Buslinie gibt es dort kaum motorisierten Verkehr.

Haupstraße von Lido di Venezia

Von dort ging es dann mit dem Vaporetto (ohne Fahrrad) zum Markusplatz. Unterwegs gab es noch eines der riesigen Kreuzfahrtschiffe zu sehen, die jeden Morgen mitten durch die Lagune fahren.

großer Pott

Ankunft am Markusplatz

Vorm Dom war die Warteschlange sehr lang. Daher machte ich mich dann auf den Weg zum Teatro La Fenice und kam dabei schon an einigen bekannten Sehenswürdigkeiten vorbei.

Ponte dei Sospiri

Palazzo Ducale

Basilica di San Marco

Hochzeitspaar in einer Gondel

Im Theater machte ich dann die Führung per Audioguide.

Turandot

Gran Teatro La Fenice

Treppenhaus

Anschließend besichtigte ich den Dogenpalast.

denontie secrete ...

Deckengemälde

Sala del Collegio

Anleger am Markusplatz

Zum Mittag ging ich ausnahmsweise mal ins Restaurant. Das war erwarteterweise ein wenig teuer, aber auch lecker. Anschließend wollte ich zur Rialtobrücke und damit auch zum Canale Grande. Dafür musste ich mich durch die extremen Touristenmassen schieben. Es war zwar auch sonst überall in Venedig voll, aber nirgendwo so schlimm wie hier. Bei der Brücke hatte ich das übliche Glück (siehe auch Regensburg im Vorjahr): Sie war wegen Restaurierungsarbeiten verhüllt. Am großen Kanal fand ich es auch sonst nicht so schön. Also verzog ich mich wieder in die kleineren Gassen.

viele Touristen

Ponte di Rialto

Campo Santi Giovanni e Paolo

Am Nachmittag war die Schlange vorm Dom inzwischen recht kurz geworden. Also besichtigte ich den dann. Innen durfte man allerdings keine Fotos machen. Zum Abschluss fuhr ich dann noch hinauf auf den Glockenturm des Domes und genoss die Aussicht.

Santa Maria della Salute

Blick auf den Lido

San Giorgio Maggiore

Tag 17 – 09.07.2016
Lido di Venezia – Venedig – Lido
6,4 km – 27 hm
Tageshöchsttemperatur: 33°C

Am zweiten Tag in Venedig fuhr erstmal wieder zum Markusplatz und dort ging ich dann ins Museo Civico Correr. Das Museum besteht aus einigen Räumen, die damals für das österreichische Kaiserpaar (Sisi) hergerichtet wurden,

Tapetendetail

kaiserliche Zimmer

einem geschichtlichen Teil inklusive der historischen Bibliotheksräume

Messale

gülden

Weltkarte

und einem archäologischen Teil. Letzteren fand ich recht lieblos präsentiert. Da müssten sie am Konzept nochmal dringend was ändern.

Griechisch

20160709-105342

Anschließend fuhr ich dann auf die Friedhofsinsel San Michele (dort waren keine Fotos erwünscht) und danach dann weiter nach Murano. In eine Glasbläserei ging ich dort nicht, aber ich schlenderte dort ein wenig umher.

Murano

Palazzo da Mula

Zum Schluss des Tages fuhr ich dann noch in Lido an den Lido (=Strand). Gesehen haben muss man den ja auch mal.

Strandhütten

am Strand

Sonnenuntergang über Venedig

Tag 18 – 10.07.2016
Lido di Venezia – Vicenza
95,2 km – 205 hm
Tageshöchsttemperatur: 35°C


Nach zwei Tagen hieß es also Abschied von Venedig zu nehmen. Dazu nahm ich früh die Fähre vom Lido nach Tronchetto (übrigens zum ÖPNV-Tarif). Auf der Fahrt ging es nochmal mitten durch Venedig.

Fährüberfahrt

Campo di Sant'Agnese

Von Tronchetto aus fuhr ich dann auf dem Radweg auf dem Damm, der von Venedig nach Mestre auf dem Festland führt. Direkt vor und nach dem Damm gab es keinen Radweg. Das war nicht weiter schlimm. Auf dem Damm selbst war der Verkehr aber selbst am Sonntagmorgen recht stark.

auf dem Damm nach Mestre

Hinter Mestre war die Landschaft dann wieder etwas langweilig und stark zersiedelt. Nach ein paar Kilometern landete ich am Brentakanal. Dort gab es dann immerhin mal ab und zu ein nettes Bauwerk zu sehen.

Villa Pisani

am Brentakanal

Schließlich landete ich in Padua. Zunächst gucke ich mir dort die schöne Innenstadt an.

Porta Ognissanti

Piazza dei Signori

Piazetta Cappellato Pedrocchi

Danach ging es zur Basilika. Von draußen sah sie ja schon ganz nett aus. Der Innenraum war dann der schönste Kircheninnenraum, den ich bisher gesehen habe. Fotografieren war drinnen aber nicht erlaubt, auch aus Rücksicht auf die zahlreichen Pilger und die vielen Gottesdienste (tägl. 8), die dort wegen eines Jubiläums statt fanden.

Pontificia Basilica di Sant'Antonio di Padova

Nebengebäude

Danach ging es dann in den ältesten Botanischen Garten der Welt, den Orto Botanico di Padova. Dieser besteht aus einem historischen, überwiegend im Freien gelegenen Teil und einem riesigen, nagelneuen Gewächshaus, hauptsächlich für tropische Pflanzen.

Orto Botanico di Padova

Orto Botanico di Padova

Yucca aloifolia mit Essensgast

Gewächshäuser

Rudbeckia laciniata

im neuen Gewächshaus

Danach ging es dann weiter Richtung Vicenza. Die Landschaft wurde langsam etwas netter, denn am Horizont waren ein paar Hügel zu sehen (erst die Colli Euganei und dann die Colli Berici) und es gab auch ab und zu mal ein nettes Gebäude. Am Horizont wurde es aber auch immer dunkler, denn ein Gewitter kündigte sich an.

San Martino

Zum Campingplatz kam ich aber trockenen Fußes und schließlich zog das Gewitter dann auch vorbei, ohne mich weiter zu behelligen.

Tag 19 – 11.07.2016
Vicenza – Verona
83,0 km – 621 hm
Tageshöchsttemperatur: 37°C

Der Campingplatz von Vicenza liegt etwas außerhalb der Stadt und auch nicht direkt an der Radroute (der ich übrigens schon seit Tagen folgte). Also nahm ich am Vortag eine selbst geplante Route dahin und heute auch eine solche, um in die Stadt zu kommen. Die erwiesen sich bei als gut fahrbar mit meist nur geringem Verkehr. In Vicenza gab es nur ein kurzes Besichtigungsprogramm für mich, da am Montag leider alle interessanten Sehenswürdigkeiten geschlossen sind. Vor allem das Teatro Olimpico hätte mich sehr interessiert.

Cattedrale di Santa Maria Annunciata

Piazza dei Sigori

Chiesa di San Gaetano

Also ging es nach nicht allzu langer Zeit wieder raus aus der Stadt und rein in den recht steilen Anstieg rauf zum Monte Berico und der darauf befindlichen Wallfahrtskirche. Eine Anstrengung die sich aber durchaus lohnt.

Santuario della Madonna di Monte Berico

Blick vom Monte Berico auf Vicenza

Danach ging es dann auf einer wunderschönen Strecke durch die Colli Berici, durch kleine Dörfer und vorbei an ein paar historischen Villen. Die folgenden Anstiege waren dann auch gut fahrbar. Unterwegs gab es dann auch mal wieder ein anfeuerndes und bewunderndes ‘Bravo’ eines einheimischen Rennradfahrers. Das passiert einem in Italien immer wieder. Sehr nett.

in den Colli Berici

Villa Pasini

Bergstraße in den Colli Berici

Nach einer schönen längeren Abfahrt war ich dann wieder in der Ebene. Landschaftlich war es dann aber netter, auch wegen des Weinanbaus (vorher viel Mais). Schließlich war ich dann auch am finalen Ziel meiner Reise angelangt, Verona. Jetzt hieß es nur noch den Berg zum wunderschön in einem Kastell gelegenen Campingplatz hochzukurbeln und ein letztes Mal das Zelt aufzustellen.

am Ziel angekommen

Camping in einem Kastel