Ostalpen-Nordostitalien-Tour: Salzburg

Tag 8 – 30.06.2016
Hollersbach im Pinzgau – Sankt Martin bei Lofer
93,3 km – 492 hm
Tageshöchsttemperatur: 24°C

Am morgen fuhr ich erstmal entlang der Salzach bis nach Mittersill. Dort besuchte ich dann die Nationalparkwelten. Die fand ich ein wenig netter, als die vom schweizer Nationalpark.

in den Nationalparkwelten

Schneehuhn

Smaragde

Wieter ging es dann nach Kaprun. Dort durchwanderte ich (natürlich ohne Fahrrad) die Sigmund Thun Klamm und guckte anschließend noch ins Wasserkraftwerk rein. Eigentlich wollte ich ja auch wieder auf das Kitzsteinhorn rauf. Angesichts des trüben Wetters und der tief hängenden Wolken verzichtete ich dann aber auf die recht kostspielige Fahrt hinauf mit der Seilbahn.

in der Sigmund Thun Klamm

treppauf ...

Kraftwerk Kaprun - Hauptstufe

Es wurde immer dunkler und kurz vor Zell kündigte sich dann auch der Regen endgültig an. In Zell am See schaffte ich es noch gerade so, mich am Bahnhof unterzustellen, als der kräftige Gewitterschauer losging.

es regnet bald

Der Regen lies nach einer Weile nach und ich fuhr auf dem westlichen Zweig der Tauernradwegrunde nach Norden. Der Weg verläuft am Anfang noch etwas abseits der Saalach (nicht der Salzach) nach Maria Alm. Bis dahin gab es auch ein paar kleinere Steigungen. In Maria Alm guckte ich mir dann die Wallfahrtskirche an.

in Richtung Steinernes Meer

Altar - Wallfahrtskriche Maria Alm

Maria Alm

Hinter Maria Alm gab es erstmal ein paar steilere Abfahrten mit lockeren Schotter. Bei einer hätte ich mich auch beinahe hingelegt. Nach wenigen Kilometern wurde es dann aber überwiegend flach und die Wege waren meist auch gute Schotter- und Asphaltwege. Außerdem kam die Sonne raus, so dass es doch noch ein recht schöner Tag wurde. Gegen Ende wurde die Landschaft auch wieder spektakulärer, da das Tal immer enger wurde. Kurz vor Schluss der Tagesetappe stellten sich mir dann noch ein paar Kühe in den Weg, Aber die machten dann auch noch Platz für mich.

Grasberg

bei Saalfelden

im Saalachtal

Tag 9 – 01.07.2016
Sankt Martin bei Lofer – Salzburg
64,1 km – 411 hm
Tageshöchsttemperatur: 29°C

Der Tag begann wettertechnisch schonmal deutlich besser als der vorherige. Also ging es bei Sonnenschein auf zu meinem kleinen Abstecher durch Bayern. Direkt hinter der Grenze wurde der Weg dann deutlich schlechter (das Erlebnis kannte ich umgekehrt ja schon aus dem Vorjahr) und es ging auch ganz gut auf und ab. Von ein paar Tagesausflugsradlern bekam ich dann noch den Tip, auf der rechten Seite des Flusses zu bleiben, weil der Weg auf der anderen durch einen Erdrutsch nicht passierbar ist. Schließlich landete ich dann in Bad Reichenhall und machte dort eine kleine Runde durch den Ort.

am Steinpass

St. Aegidi

alte Saline

Anschließend fuhr ich dann mit der Seibahn rauf auf den Predigtstuhl und machte dort eine kurze Wanderung um den Gipfel. Auf einen Besuch der Saline musste ich leider verzichten, da die Zeiten der Führungen für mich sehr ungünstig lagen.

alte Poster

Blick auf Bad Reichenhall

Gipfelkreuz

Aus Bad Reichenhall heraus musste ich auch wieder einen anderen Weg nehmen, als ich eigentlich wollte, wiederum wegen eines Erdrutsches. Bis Salzburg war es nicht weit, so dass ich dort dann recht schnell war. Dort nahm ich den Fahrstuhl hianuf auf denh Mönchsberg und genoss die Ausssicht ehe ich dann weiter fuhr zum Campingplatz im Süden der Stadt. Am Abend kam dann leider noch wieder der Regen zurück.

Sakzburg von oben

Blick auf den Kapuzinerberg

Tag 10 – 02.07.2016
Salzburg – Salzburg
15,6 km – 60 hm
Tageshöchsttemperatur: 23°C

Es hatte die ganze Nacht durch geregnet, aber am Morgen hörte der Regen zum Glück auf. Dieser Tag sollte der Besichtigung der zahlreichen Sehenswürdigkeiten von Salzburg gehören, war also einer meiner auf so einer Tour üblichen Ruhetage. Es ging also zurück in die Stadt. Dort stellte ich mein Rad an der Festungsbahn ab und fuhr mit dieser hinauf zur Festung Hohensalzburg. Die Festung und die Ausstellungen dort fand ich recht interessant. Das Fahrrad durfte da unten übrigens noch eine Weile stehen bleiben, die meiste Zeit war ich in Salzburg zu Fuß unterwegs.

Festung Hohensalzburg

Blick Richtung Westen

Zisterne

Goldene Stube

Danach ging es wieder mit der Bahn runter und ein paar Meter weiter in den Dom rein.

im Salzburger Dom

Danach gab es einen Stadtbummel verbunden mit einem Besuch im Mozart Geburtshaus. Dort war das Fotografieren leider verboten. Da drin war es ganz nett, aber mehr auch nicht. Anschließend besuchte ich das interessante Domquartier. Dort durfte man aber leider auch nicht fotografieren. Am Nachmittag ging ich dann ins Café und während ich da drin saß begann mal wieder ein Gewitterschauer.

Café Tomaselli

Mozart Geburtshaus

Leider war meine Gaskatusche fast alle. Ich versuchte also in Salzburg eine neue aufzutreiben, leider erfolglos. Es gibt kein richtiges Outdoorgeschäft in der Stadt und die paar Sportläden haben nur eine sehr minmalistische Outdoorabteilung. Die Internetrecherche am Abend ergab dann, dass ich in Villach eine bekommen werde, vorher aber wohl eher nicht.

Tag 11 – 03.07.2016
Salzburg – Bad Hofgastein
101 km – 1189 hm
Tageshöchsttemperatur: 20°C

Heute ging es dann wieder weiter und jetzt auch wieder entlang der Salzach, zunächst auf einem extra Radweg entlang des Flusses. Später wurde das Tal aber sehr eng, so dass man wegen Platzmangel direkt auf der Fahrbahn fahren musste. Es war aber sehr wenig Verkehr, so dass das sehr entspannt war. Zwischendurch ging es auch noch über einen Mini-Pass.

Pass Lueg

Salzachschlucht

An der Festung Hohenwerfen machte ich dann eine erste Pause und kam mit zwei Tschechen (Vater und Sohn) ins Gespräch, die ihr Gepäck nicht auf dem Fahrad dabei hatten, sondern von einem Freund transportieren ließen. Auch für sie war es die erste Alpenüberquerung und sie hatte eine doch sehr ambitionierte Etappenplanung. Die ging aber nicht so richtig auf, ich sah sie nämlich zwei Tage später wieder. Nach der Pause fuhr ich mit dem Schrägaufzug rauf auch die Festung. Dort gab es eine recht umfangreiche Greifvogelflugshow und wegen des Wochenendes auch eine Art kleiner Mittelaltermarkt mit Vorführungen.

Festung Hohenwerfen

Sturzflug

Weißkopfseeadler

Mittelalterliches

Festung Hohenwerfen

Anschließend ging es weiter und in Bischofshofen guckte ich mir kurz die Skisprungschanze an. Der Eintritt ist dort übrigens frei.

Paul-Außerleitner-Schanze

Ein paar Kilomometer weiter fuhr ich dann den Berg hinauf ins Zentrum von St. Johann im Pongau. Dort besichtigte ich den Pongauer Dom.

Pongauer Dom

in St. Johann im Pongau

Hier musste ich dann langsam eine Entscheidung treffen. Ein kleines Stück weiter auf den Campingplatz gehen oder noch rund 30 km weiter fahren bis ins Gasteiner Tal. Ich entschied mich für letzteres. Was ich nicht wusste, gleich hinter Schwarzach begann ein langer und teilweise auch recht steiler (bis 11%) Anstieg. Den schaffte ich aber trotz der langen Tagesstrecke dann doch einigermaßen gut und die Aussicht auf die tief unten liegende Salzach entschädigte auch ein wenig für die Strapazen.

bergauf