The Length of Japan: Rückreise

Tag 33 – 14.05.2017
Ota – Flughafen Haneda
5,3 km – 51 hm
Wetter: 18-20°C, bedeckt

Flug LH4923 Tokyo-Haneda – München

Es hieß nun also Abschied nehmen von Japan. Ich belud mein Rad und fuhr die letzten paar Kilometer bis zum internationalen Terminal des Flughafens Haneda. Der ist übrigens sehr gut mit dem Fahrrad erreichbar.

Road to Haneda Airport

Haneda Airport International Terminal

Draußen vor dem Terminal packte ich dann meine Taschen wieder in den Sack und belud eine Gepäckkarre mit dem und dem Rad. Beim Check-In musste ich den Damen von der ANA dann klarmachen, dass die Lufthansa keine Verpackung verlangt (Lufthansa hat dort kein eigenes Personal). Das wurde dann auch so akzeptiert, ich musste aber einen Haftungsausschluss unterschreiben. Wegen mir wurde dann auch noch der Schalter für eine Weile geschlossen, da mich die Dame vom Bodenpersonal zum Sperrgepäckschalter begleitete und dort auch ein wenig übersetzte.

Check-In at Haneda

Im Terminal gab es noch eine ganz nett anzusehende Show.

Show at the Airport

Show at the Airport

Ich ging auch noch auf die Aussichtsterrasse und irgendwann ging es dann tatsächlich zurück nach Deutschland.

A340

Tag 34 – 15.05.2017
weiter Rückreise
Flug LH2116 München – Bremen
Luftibus-Transfer Bremen – Oldenburg

Bei der Ankunft in München durften wir erstmal wegen eines Gewitters nicht aus dem Flugzeug aussteigen. Die Wartezeit war aber nicht allzu lange. Danach bot der Himmel auch noch einiges an Spektakel.

after the thunderstorm

after the thunderstorm

Im Flieger nach Bremen saßen dann auch die Spieler der EWE Baskets Oldenburg. Die hatten aber leider in Bamberg verloren.

A320

In Bremen klappte wieder alles gut mit der Abholung durch Luftibus und so war ich dann nach rund viereinhalb schönen und ereigmisreichen Wochen im fernen Osten wieder zu Hause angekommen.

panniers packed for the flight

The Length of Japan: Tokyo

Tag 28 – 09.05.2017
Tokyo: Shinjuku und Shibuya
0 km – 0 hm
Wetter: 20-22°C, bedeckt

Ich brauchte mal eine kleine Auszeit vom Radeln und da man in Tokyo sehr gut mit dem ÖPNV überall hinkommt, sollte das mein Fortbewegungsmittel in der Megalopolis werden. Die nächste U-Bahn-Station lag ganz nah, also ging es da hin zu Fuß und dann mit der Metro ins Hochhausviertel Shinjuku. Dort schaute ich mich etwas um und fuhr dann mit dem kostenlosen Aufzug rauf aufs Rathaus. Im 45. Von 48 Stockwerken ist dort in jedem der beiden Türme eine Aussichtsmöglichkeit.

Tokyo Metropolitan Government Building

Tokyo Skyscrapers

Shinjuku Park Tower

Anschließend spazierte ich noch durch den Teil Shinjukus, in dem es hauptsächlich Restaurants und Geschäfte gibt.

Restaurant in Shinjuku

Weiter ging es dann zu Fuß zum Meiji-Schrein. Der ist recht umstritten außerhalb Japans, da dort auch Kriegsverbrecher des 2. Weltkriegs verehrt werden. Vor Ort merkt man davon aber nichts.

Meiji Shrine

Meiji Shrine

Der Schrein liegt in einem großen Park.

Yoyogi Park

Am Rande des Parks liegt eine Halle, die für die Olympischen Spiele 1964 gebaut wurde.

Yoyogi Arena

Weiter ging es zu Fuß durch Harajuku. Ein Viertel, in dem sich die Jugend tummelt.

Tokyo Youth

Am Ende des langen Spazierganges erreichte ich dann den Bahnhof von Shibuya mit seiner berühmten Kreuzung und der Hachiko-Statue.

Hachiko

Shibuya Crossing

Danach ging es dann wieder mit der U-Bahn zurück zum Hostel in Asakusa. Abends war ich nochmal auf dessen Terrasse.

Tokyo Skytree

Tag 29 – 10.05.2017
Tokyo: Ueno und Asakusa
0 km – 0 hm
Wetter: 17-18°C, bedeckt und Regen

Für den Tag war Regen angesagt. Daher hatte ich meinen großen Museumsbesuch auf diesen Tag gelegt. Regen kam den Tag dann zwar runter, aber gar nicht viel und auch nur zeitweise. Aber halb so wild, ins Museum wäre ich ja eh gegangen. Der Stadtteil Ueno liegt gar nicht weit entfernt, aber ich fuhr dort trotzdem wieder mit der Metro hin. Die Fahrten mit der sind recht günstig. Ziel in Ueno war das Nationalmuseum. Dort gibt es mehrere Sammlungen, jede in einem einzelnen Gebäude. Zunächst ging ich in die Japanische Galerie.

Flowers and Birds of the Four Seasons

Gosoku Type Armor

Standing Bishamon Ten (Vaisravana)

Writing Box

Sea Turtle Skull

Danach ging es in die Asiatische Galerie.

Buddha Triad in a Niche

Standing Vairocana

Ox Cart and Two Attendants

Lintel

Weiter ging es mit der archäologischen Sammlung.

Warrior Sekijin

Tablet with Sutra Inscriptions

Am Ende guckte ich mir noch den Tempelschatz aus Horyu-ji an, den der Tempel wegen Geldnot an das Kaiserhaus verkauft hatte.

Seated Buddha (Bodhisattva) with One Leg Peadeat

Mirror

Weitere Fotos gibt es hier.

Das gesamte Museum ist sehr groß und daher habe ich dort viele Stunden verbracht. Ich war daher auch erstmal satt von der ganzen Kultur und ging an den anderen Musen im Ueno-Park nur vorbei und fuhr dann zurück ins Hostel.

National Museum of Western Art

Nach dem Abendessen machte ich dann noch einen Spaziergang durch Asakusa. Viel los ist da nach 19.00 Uhr nicht mehr, aber der Stadtteil war trotzdem eine gute Wahl als Standort in Tokyo.

Asakusa at Night

Senso-ji

Shops in Asakusa

Tag 30 – 11.05.2017
Tokyo: Ueno, Asakusa und Oshiage
0 km – 0 hm
Wetter: 18-27°C, heiter bis sonnig

Hauptziel war an diesem Tag der ebenso im Ueno-Park gelegen Ueno-Zoo (wie das Nationalmuseum). Hauptattraktion sind dort die Pandas.

Ailuropoda melanoleuca

Ursus thibetanus japonicus

Macaca fuscata

Pteropus dasymallus inopinatus

Capricornis crispus

Leider sind in dem Zoo wirklich alle Tiere hinter Plexiglas oder Gittern. Auch sind die Gehege recht klein. Mehr Bilder aus dem Zoo gibt es hier.

Im Ueno-Park ist an so einem schönen Tag auch einiges los.

street show

two dogs

Es war noch nicht so spät, also ging ich noch weiter durch den Stadtteil …

Restaurant in Ueno

… bis zum Ameyoko-Markt.

Ameya-Yokocho

Ameya-Yokocho

Abends ging ich diesmal etwas eher los, da ich ja vom Vortag wusste, dass in Asakusa recht früh die Bürgersteige hochgeklappt werden.

night shopping

Asakusa Nakamise Shopping Street

the menu

Ziel war der höchste Fernsehturm der Welt, der Tokyo Skytree.

Tokyo Skytree

Ich fuhr natürlich rauf auf die erste Plattform in 350 m Höhe.

Tokyo at Night

Tokyo at Night

Ich investierte auch noch etwas extra für die Fahrt auf die zweite Plattform in 450 m Höhe. Das lohnt sich aber eher nicht, von der „unteren“ Plattform ist die Aussicht sogar besser.

Tokyo Skytree

Tokyo Skytree

Tokyo at Night

Tag 31 – 12.05.2017
Tokyo: Nagatacho, Marunochi, Ginza, Akihabara und Asakusa
0 km – 0 hm
Wetter: 20-28°C, heiter bis sonnig

Am Morgen ging es erstmal ins Regierungsviertel.

Japanese Parliament

Und von da aus zu Fuß weiter am Kaiserpalast vorbei zum Hauptbahnhof von Tokyo. Unterwegs kehrte ich in einem Elektronikmarkt ein und kaufte mir für meine Kamera ein neues Objektiv zu einem weit geringeren Preis als in Europa. Das wurde dann natürlich auch ein wenig ausgetestet.

Yurakucho

the umbrella

Tokyo Station

Nach Ginza ging es dann auch zu Fuß weiter.

Ginza

Maybach on Ginza

Ginza

Dort hat in einem Gebäude Nissan einen kleinen Showroom über zwei Etagen und direkt darüber ist einer von Sony.

Ginza

Nissan Skyline 2000 GTX

Nissan IDx Nismo

Anschließend überbrückte ich ein Stück mit der U-Bahn und erkundete dann das Elektronikviertel Akihabara.

Akihabara Photo Shop

Dort fand ich einen sehr interessanten Comic Shop, der über einige Etagen alles nur Erdenkliche an Neu- und Gebrauchtware aus dem Bereich bot.

Akihabara Comic Shop

Akihabara Comic Shop

Akihabara Comic Shop

Akihabara Comic Shop

Akihabara Comic Shop

Ich war auch noch in ein paar anderen Comic Shops, der erste war aber klar der beeindruckendste. Im Viertel gibt es viele Meido-Cafés. Ich ging in keines. Da hatte ich keine Lust drauf und Eintritt wollte ich für sowas auch nicht bezahlen. Es standen aber viele junge Frauen im Viertel rum, die Werbung für diese Etablissements machen.

Akiba Meido

Akiba Meido

Akihabara

Tag 32 – 13.05.2017
Tokyo – Ota
21,0 km – 60 hm
Wetter: 17-20°C, bedeckt und Regen

An meinem letzten Tag in Tokyo deponierte ich zunächst mein Gepäck an der Rezeption des Hostels. Da wieder Regen angesagt war, hatte ich für den Tag zunächst einen Besuch im Edo-Tokyo-Museum eingeplant. Das Museum war nicht weit entfernt, also ging ich dort zu Fuß hin. Auf dem Weg dorthin machte ich Station am wichtigsten Schrein der Stadt. Den hatte ich bisher nur abends und in verschlossenem Zustand gesehen.

Senso-ji

Senso-ji

Senso-ji

Asakusa-Nakamise Shopping Street

Nach einem Stück laufen war ich dann schließlich am Edo-Tokyo-Museum angelangt. Das Museum betrachtet die Geschichte der Stadt von ihrer Gründung bis heute und ihre Wandlung vom alten Edo zum modernen Tokyo.

Nihonbashi Bridge

The chonin (townspeople) areas around Nihonbashi

Munewari nagaya (split row house)

Bookshop of light fiction

Area to the west of Ryogoku Bridge

The Sukeroku Stage

New Goods of the Early Meiji Period

Instrument of Surrender

Subaru 360

1964 Olympics Jersey

Sharp EL-428 "Solo Cal"

Das Museum ist sehr interessant und auch recht groß, so dass mir gegen Ende etwas die Zeit ausging und ich leider etwas durch die Ausstellung hetzen musste. Weitere Fotos gibt es hier.
Nach dem Museumsbesuch ging es zurück zum Hostel und ich bepackte mein Rad. Ich fuhr dann in strömendem Regen zu einem Hostel in der Nähe des Flughafens.

The Length of Japan: Kanto

Tag 26 – 07.05.2017
Hakone – Yokohama
75,8 km – 384 hm
Wetter: 23-27°C, heiter

Am Morgen ging es erst noch ein klein wenig bergab und dann war ich schon auf Meereshöhe. Zunächst habe ich vom Meer aber nicht viel zu sehen bekommen. Erst kurz vor Kamakura war es dann zu sehen. Dort gibt es einen langen Strand. Wie die Japaner eben so sind, gehen sie aber nicht zum Sonnenbaden an den Strand, sondern zum Surfen. Am Kap Irago hatte ich schon einige Surfer gesehen. Hier waren es aber richtig viele. Viele der Surfer transportieren ihr Brett in Kamakura mit dem Fahrrad oder dem Roller mit Hilfe eines seitlichen Halters.

Kamakura Beach

Nach dem ganzen Strandgeschehen ging es für mich zur größten Buddhastatue Japans, ebenfalls in Kamakura.

Kotoku-in

Kotoku-in

Danach stellte ich mein Fahrrad für eine Weile ab und besuchte das lokale Museum, einen der zahlreichen buddhistischen Tempel dort

Kencho-ji

Kencho-ji

Kencho-ji

Kencho-ji

sowie einen schintoistischen Schrein.

Tsurugaoka Hachiman-gu

Tsurugaoka Hachiman-gu

Nach dem Besuchsprogramm ging es wieder per Fahrrad weiter. Hinter Kamakura war ein kleiner Berg zu bewältigen. Der war aber nicht schwer. Kurze Zeit später war ich dann in den Außenbezirken der zweitgrößten Stadt Japans angelangt und damit auch im größten Ballungsraum unseres Planeten. In Yokohama war es wieder, ähnlich wie in Kobe, sehr angenehm auf der Hauptstraße zu fahren. Der Verkehr war mäßig und links war immer genug Platz für mich. Direkt vorm Hostel bekam ich dann noch etwas von der Begeisterung für Baseball mit. Es lief grad im Stadion direkt nebenan ein Spiel und die Zuschauer machten richtig Stimmung. Als ich später einkaufen ging, sah ich auch noch einige Fans, die nach dem Spiel auf die Spieler warteten. Das Hostel war aber nicht so gut, stickig, im dritten Stock und mein Fahrrad musste ich auch in einer merkwürdigen Ecke abstellen – insgesamt die schlechteste Unterkunft der ganzen Tour.

Tag 27 – 08.05.2017
Yokohama – Tokyo
43,8 km – 249 hm
Wetter: 20-30°C, sonnig

Ich schob das Rad morgens erstmal durch die Chinatown von Yokohama, die größte in Japan. Diese war ein wenig besser als die von Kobe. Der Tempel war so früh aber noch geschlossen.

Kanteibyo (Kuan Ti Miao)

Weiter ging es zum am Hafen gelegenen Yamashita-Park. Dort liegt auch ein altes Linienschiff vor Anker. Dies fuhr früher mal nach Seattle. Ich konnte es aber nicht besichtigen, da es wie die meisten Museen am Montag geschlossen hat. Der Park war aber auch so ganz nett.

Hikawa Maru

Yamashita Park

Danach ging es dann durch ein hypermodernes Hochhausviertel.

Minato Mirai 21

Die Straße war in Yokohama in Kawasaki genauso gut wie schon am Vortag. Ab Ota wurde es ein klein wenig enger, aber noch richtig gut fahrbar. Einziger Nachteil ist halt die durchgehende Bebauung ohne Grünflächen, aber das wäre auf anderen Strecken auch nicht anders gewesen. Ich war jedenfalls sehr zufrieden mit dieser selber zusammengebastelten Strecke.

27 km to Tokyo

Schließlich war ich in Tokyo angekommen. Dort besuchte ich als erstes einen bekannten Tempel, auf dem 47 Ronin begraben sind, die Seppuku (rituellen Selbstmord) begehen mussten.

Sengaku-ji

Sengaku-ji

Ein paar Kilometer weiter steht das Wahrzeichen Tokyos, der dem Eiffelturm nachempfundene Tokyo Tower. Wegen Renovierungsarbeiten konnte ich allerdings nur die untere Plattform besichtigen und nicht die obere.

Tokyo Tower

Road from Yokohama

Auf dem letzten Bild ist im Bild übrigens die Straße zu sehen, auf der ich aus Yokohama hier her geradelt bin.
Nicht weit entfernt ging es dann zum Hama-Rikyu-Palastgarten, ein ehemaliges Jagdrevier. Der war aber recht langweilig und uninteressant im Vergleich zu anderen Gärten, die ich auf der Tour schon gesehen hatte.

Hama-rikyu onshi teien

Danach ging es dann auf recht direktem Wege mitten durchs Zentrum zum (übrigens sehr guten) Hostel. Abends ging ich dann noch auf die Terrasse und machte ein paar Fotos.

Asakusa

Skytree over Asakusa

Asakusa at Night

The Length of Japan: Chubu

Tag 22 – 03.05.2017
Tsu – Tahara
93,4 km – 528 hm
Wetter: 19-23°C, wolkig

Heute ging es eine ganze Weile durch die Ebene. Die Strecke war aber trotz der durchgehenden Bebauung ganz nett anzusehen. Es ging nämlich ohne große Belästigung durch die in Japan sonst so zahlreichen Ampeln auf Nebenstraßen durch ganz nette Ortschaften. Sonst sind die Kleinstädte in Japan ja meist hässlich. Allerdings gab es doch was Negatives: Auf den ersten 60 Tageskilometern gab es fast durchgehend Gegenwind. Unterwegs guckte ich mir in Ise den recht bekannten Ise-jingu-Geku-Schrein an. Den fand ich aber recht langweilig. Interessanter war da das dort geparkte Fahrrad eines Einheimischen.

blue bike

Ise-jingu

Nach dem Schreinbesuch ging es dann am Wasser entlang durch einen Nationalpark bis zum Hafen, von wo mich eine Fähre über die Bucht bringen sollte, an der auch Nagoya liegt.

Isa-Shima National Park

kelp farm

Bei der Fähre musste ich nur kurz warten. Ich durfte mit meinem Fahrrad auch noch mit, da es ja nicht viel Platz verbraucht. Ansonsten war die Fähre nämlich voll.

Isewan Ferry

Direkt nach der Überfahrt ging es dann wunderschön nahe am Wasser auf der Kap-Irago-Halbinsel entlang. Der dortige touristische Radweg ist allerdings qualitativ eher mäßig und teilweise auch etwas merkwürdig. So ging es zum Beispiel zu Anfang gleich eine längere Treppe hinab. Aber die Aussicht entschädigte ausreichend dafür.

Irago Cape

Am Abend ging es dann wieder in ein recht gutes Business-Hotel.

Tag 23 – 04.05.2017
Tahara – Shizuoka
156,6 km – 1082 hm
Wetter: 17-24°C, heiter bis wolkig

Insgesamt war der Tag recht langweilig. So habe ich nach 105 Kilometern das erst Mal den Fotoapparat herausgeholt, um die Teeplantagen bei Shimada abzulichten. Dort war auch der einzige Hügel des Tages zu verzeichnen.

tea plantation

Shimada

Bei der Einfahrt nach Shizuoka zückte ich dann das zweite Mal den Fotoapparat.

arriving in Shizuoka

Durch eine Fehlkalkulation meinerseits, die Golden Week war noch nicht vorbei und Shizuoka ein sehr populäres Ziel in dieser, bekam ich nach einigem Gesuche und Fragen keinen Übernachtungsplatz unter einem festen Dach. Daher baute ich dann an einer einigermaßen geschützten Stelle am Fluss mein Zelt auf. Abends gab es daher mal im Convinience Store das Abendessen.

Tag 24 – 05.05.2017
Shizuoka – Fujikawaguchi
107,0 km – 1437 hm
Wetter: 14-25°C, wenig Wolken

Nachts war es recht windig und dementsprechend fühlte es sich etwas kühl an. Daher wachte ich auch recht früh auf und machte mich auf in Richtung des Berges aller Berge. Zunächst gab es einiges auf und ab mit recht fiesen Steigungen auf kleinen Straßen durch Mandarinenplantagen parallel zu all den anderen Verkehrswegen ein paar Etagen tiefer am Meer. Dabei gab es einige schöne Ausblicke.

Suruga Bay

Nach einer Weile bog ich dann am Fuße des Fuji ins Landesinnere ab. Die nun zu bewältigende Steigung von Meereshöhe auf rund 1000 m war nicht sonderlich steil und daher trotz ihrer Länge von fast 35 km mit wenigen Pausen gut zu machen. Das letzte Stück des Anstieges für ich dann gemeinsam mit den Autos auf der Hauptstraße. Besser gesagt ich fuhr auf dem guten Radweg nebendran und die Autos standen durch den Rückreiseverkehr im Stau. So fuhr ich dann bergauf mal deutlich schneller als jedes Auto. Unterwegs hatte ich immer den Fuji vor mir oder rechts neben mir.

Fuji

Fuji and Cows

Ich machte noch einen kleinen Abstecher zum Motosu-ko, einen der fünf Seen am Fuji.

Lake Motosu

An den Seen gibt es auch reichlich Campingplätze. Ich sehnt mich aber nach der letzten Nacht nach einer vernünftigen Dusche und ging daher doch wieder ins Hostel. Von dessen Terrasse hat man auch einen guten Blick auf den höchsten aktiven Vulkan Japans.

Fuji

Tag 25 – 06.05.2017
Fujikawaguchi – Hakone
79,6 km – 1030 hm
Wetter: 16-25°C, heiter bis dicht bewölkt

Morgens ging es erstmal an den See vor Ort und anschließend ins Fuji-Besucherzentrum. Letzteres war ziemlich uninteressant.

Lake Kawaguchi

Danach ging es über einen recht leichten Hügel rüber zum letzten der Fuji-Seen. Dieser ist auch gleichzeitig der uninteressanteste der fünf. Danach ging über recht starke Steigung hinauf auf über 1000 m und nachdem das Thermometer schon kurz nach dem Start auf fast 1000 m Höhe 25°C angezeigt hatte fielen die Temperaturen jetzt rapide ab, da ich, je mehr ich den Berg umrundete, immer mehr in die Wolken reinkam. Daher waren es dann sehr feucht und kühl. Der Berg war aber nicht sehr lang und danach startete dann eine sehr lange Abfahrt. Wegen der dort für Fahrräder über lange Strecken gesperrten Hauptroute musste ich aber auch viel Zickzack fahren. Kurz vor Hakone durfte ich dann nochmal wieder 350 m nach oben und damit auch wieder in die tiefhängenden Wolken. Die Abfahrt danach war aber recht schön. Zum Glück musste ich die nicht rauffahren, es war nämlich relativ steil.

In Hakone fuhr ich dann mit der Standseilbahn und der normalen Seilbahn rauf zum Owakudani. Dort war es sehr windig und wegen der Wolken konnte ich absolut nichts sehen vom den dort austretenden vulkanischen Gasen. Nur reichen konnte ich sie. Ich habe mir dann nur kurz das kleine Informationszentrum angeguckt.

Owakudani

sulfur crystal

Hakone Tozan Cable Car

Danach ging es dann weiter bergab zum Hostel. Kurz vor diesem musste ich aber nochmals den Berg kurz hinauf. Im Hostel ist auch ein Onsen und daher probierte ich das mal aus, war ja schließlich schon im Preis mit drin. Lange habe ich es im Wasser aber nicht ausgehalten. Wegen der Hitze fing ich schnell darin an zu schwitzen.