Mit dem Fahrrad durch die Südsee – Jylland

Tag 7 – 28.05.2015
Binderup Strand – Åbenrå
86,2 km – 819 hm

Morgens ging es erstmal auf den höchsten Punkt Jütlands hinauf, auf den 114 m hohen Skamlingsbanken. Der war aber dennoch nicht der höchste Punkt der Tour (das war Møns Klint) und war mit durchschnittlich 2,5% auch nicht sonderlich schwer. Der Blick oben war aber leider durch das diesige Wetter nicht sehr weitgehend.

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Anschließend ging es weiter nach Christiansfeld, einer Planstadt der Herrenhuter. Städtebaulich ist das ganz interessant, zum Angucken trotz UNESCO-Welterbe-Titel nicht so schrecklich spannend.

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Unterwegs ging es dann immer mal wieder vorbei an einigen netten Buchten.

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In Haderslev guckte ich mir dann noch die ganz nette Altstadt an.

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Unterwegs machte ich dann noch Pause an einer schönen Bucht. Die Buchten verursachten immer einige Höhenmeter auf und ab.

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Tag 8 – 29.05.2015
Åbenrå – Flensburg
40,4 km – 274 hm

Vom letzten Tag gibt es nicht viel zu berichten. Ich fuhr gerade durch nach Padborg und rüber über die Grenze nach Flensburg. Viel zu sehen gab es nicht und daher machte ich auch kein einziges Foto an dem Tag. Zurück ging es dann wieder mit Nahverkehrszügen über Hamburg und Bremen nach Hause. Da war es dann auch nicht schlimm, dass ich zwei Tage eher als geplant meine Tour beendete.

Zum Abschluß noch ein kurzes Fazit von mir:
Kulturell hat die Ecke Dänemarks leider kaum etwas zu bieten. Landschaftlich gab es leider auch viele langweilige Ecken. Lolland und Seeland fand ich besonders wenig ansprechend. Schön fand ich dagegen Ærø und Møn und mit ein paar Abstrichen auch die südostjütländische Küste.
Radreiseinfrastrukturmäßig ists etwas gemischt in Dänemark. Die Beschilderung der Route ist teilweise etwas lückenhaft, aber doch ganz in Ordnung. Ich fahre aber ja eh mit Navi. Die für die touristische Route genutzten Wege sind aber vielfach doch sehr abenteuerlich. Nicht immer ist es so schlimm wie am Gendarmstien, aber ähnliches begegnete mir immer wieder. Dazu kommen noch die meist schlechten Radwege entlang der Straßen. Neben dem schlechten Zustand dieser sind diese meist auch aus Sicht der Sicherheit sehr schlecht mit beiden Fahrtrichtungen auf einer Seite und häufigem Wechsel der Straßenseite.
Die Campingplätze sind alle gut. Aber auch in Dänemark gibt es überall die Unsitte, daß man für das Duschen extra bezahlen soll. Dafür sind die Duschräume aber immer sehr gut und sehen teilweise aus, wie ein Badezimmer zu Hause.
Die Versorgung mit Lebensmittel war auch kein Problem. Auch Sonntags und am Feiertag haben dort alle Supermärkte auf und da Dänemark ja relativ dicht besiedelt ist, gibt es auch immer genug von denen zu finden ohne große Umwege.
Daß alles in Dänemark etwas teurer ist, weiß man ja. Aber so schlimm ist es gar nicht.

Mit dem Fahrrad durch die Südsee – Møn, Sjælland und Jylland

Tag 5 – 26.05.2015
Hårbølle Strand – Ore
97,6 km – 781 hm

Es ging erstmal etwas auf und ab über die Südseite von Møn. Zwischendurch gab es aber auch schon mal das Meer auf der anderen Seite zu sehen.

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Bis zur Ostspitze stieg das Gelände dann immer leicht an. Kurz vor dem Haupttagesziel wurde aus den Asphaltstraßen dann Schotter und es ging im Wald über eine mäßige Steigung bis zum höchsten Punkt auf 118 m über dem Meer. Bisher war es übrigens eine schöne Strecke an dem Tag. Ich war nun also an Møns Klingt angekommen. Dort wanderte ich ein wenig oben auf der Klippe und schließlich ging ich dann die Treppe nach unten ans Meer runter. Rauf ist es natürlich etwas anstrengend, aber der Abstieg lohnt sich finde ich doch sehr.

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Bisher bin ich ja fast nur in Richtung Osten gefahren. Damit war jetzt aber Schluss. Dänemark ist hier nämlich zu Ende und es kommt nur noch Wasser für eine Weile. Ich fuhr nun also Richtung Westen und immer schön leicht bergab. Dabei kam ich dann auch durch Stege, den Hauptort der Insel.

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Schließlich ging es noch über die Brücke nach Seeland rüber. Hinter der Brücke unterhielt ich mich noch kurz mit einem Spanier, der per Rad auf dem Weg nach Norwegen war. Es ging dann noch ein paar Kilometer weiter in Richtung Westen. Hier merkte ich dann so richtig den starken Wind, der mich die letzten Tage so schön angeschoben hatte. Auf dem Campingplatz war noch nicht viel los, so dass ich und ein anderer Reiseradler (ebenfalls aus Deutschland) wegen des starken Windes dort unsere Zelte zwischen den Hütten aufbauen durften.

Tag 6 – 27.05.2015
Ore – Binderup Strand
56,5 km – 487 hm


Ich fuhr erstmal kurz durch Vordingborg. Der Ort war aber nicht sonderlich interessant.

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Also ging es dann weiter gegen den starken Wind und mit einem kleinen Abstecher zum Gut Rosenfeldt.

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Kurz vor Næstved konnte ich dann mit Gavnø auch endlich mal wieder ein Schloss richtig besichtigen. Viel zu besichtigen gab es ja bisher nicht und das war dann oft auch noch geschlossen.

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In Næstved besichtigte ich dann natürlich wieder die Stadt.

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Ich hatte mich schon im Laufe des Tages entschieden, den Kampf gegen den Wind nicht weiter zu führen und ab Næstved dann den Rest von Seeland und leider auch Fünen komplett per Zug zu überbrücken. Eigentlich wollte nur über den großen Belt per Zug. Aber ich war zu genervt vom Wind und hatte auch wenig Hoffnung auf Besserung beim Blick auf den Wetterbericht. Bei uns in Norddeutschland war es leider auch schon wochenlang konstant sehr windig aus westlichen Richtungen. Ich fuhr dann also bis Kolding mit dem Intercity. Dort habe ich mich nicht lange aufgehalten und bin gleich weitergefahren. Es ging ab dem Stadtrand zunächst über eine unbefestigte Stecke mit einigen steileren Stellen entlang der Bucht und dann quer über eine kleine Halbinsel bis zum Campingplatz. Vom wieder fast leeren Campingplatz hatte ich dann noch einen schönen Blick aufs Meer.

Mit dem Fahrrad durch die Südsee – Langeland, Lolland, Falster und Bogø

Tag 3 – 24.05.2015 (Pfingstsonntag)
Emmerbølle – Sakskøbing
90,7 km – 390 hm


Zunächst hieß es erstmal die 20 hm vom Campingplatz zur Straße hoch zu fahren. Aber allzu steil war es zum Glück nicht. Dann ging es leicht auf und ab wieder Richtung Süden. Unterwegs gabs eine alte Tabakscheune zu sehen und nach rund 20 km war ich wieder am Meer und damit auch am Fährhafen.

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Nach einer kurzen Wartezeit ging es dann rüber nach Lolland. Dort ging es durch die Lollandischen Alpen. Diese stellten sich aber als nicht allzu bergig heraus. Da hatte ich in den letzten Tagen schon mehr von gehabt.

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Ansonsten ging es dann platt weiter bis nach Maribo. Dort gab es eine Runde durch den Ort und an den See.

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Zum Abschluss des Tages ging es dann platt weiter bis zum Campingplatz in Sakskøbing.

Tag 4 – 25.05.2015 (Pfingstmontag)
Sakskøbing – Hårbølle Strand
85,6 km – 277 hm


Morgens ging es weiter durch das landschaftlich sehr langweilige Lolland. Das Schloss, was ich besuchen wollte (Fuglsang), hatte dann leider auch noch geschlossen. So landete ich dann relativ schnell auf Falster und drehte eine kleine Runde durch Nykøbing.

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Nach der Durchquerung der im Süden nicht allzu breiten Insel, landete ich schließlich an der Ostküste schließlich in einem echten Touristenort, in Marielyst. Dort war trotz Feiertag aber nicht viel los. Dort gab es auch einen ganz netten Aussichtsturm.

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Zunächst ging es noch doch eine typisch Skandinavische Ferienhaussiedlung und dann durch die Wälder an der Küste entlang.

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Im Norden der Insel angekommen hieß es dann mal wieder die nächste Fähre zu nutzen.

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Auf Bogø angekommen bin ich dann gleich rüber gefahren über die Brücke nach Møn und dort weiter bis zum nächsten Campingplatz, diesmal wieder direkt am Meer.

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Mit dem Fahrrad durch die Südsee – Als, Ærø, Fyn, Tåsinge und Langeland

Dauer: 8 Tage
Zeitraum: 22.5.2015 bis 29.5.2015
Entfernung: 621 Kilometer
Bereiste Länder: Dänemark, Deutschland

Der Gesamttrack ist hier zu finden. Die Gesamtstrecke stimmt natürlich wegen der enthaltenen Fähr- und Zugfahrten nicht so ganz. Ach ja, und es ging natürlich rund um die dänische Südsee auf der Østersøruten.

Ein flickr-Album gibt es natürlich auch wieder: click mich

Tag 1 – 22.05.2015
Flensburg – Søby
71,0 km – 555 hm


Zunächst hieß es erstmal zum Startort in Flensburg zu kommen. Das machte ich natürlich wieder mit dem Zug. Eine Reservierung oder ähnliches konnte ich mir aber diesmal sparen, da ich mit Nahverkehrszügen genauso schnell bin wie mit Fernverkehrszügen und ab Hamburg geht es eh nur mit dem Nahverkehr weiter. Ich bin dann also mit zweimal Umsteigen in Bremen und Hamburg nach Flensburg gefahren. In Hamburg konnte ich sogar auf demselben Gleis bleiben. Kurz nach Eins war ich dann in Flensburg und fuhr zunächst durch die Innenstadt und weiter auf teilweise recht abenteuerlichen Radwegen durch das Hafengebiet bis ich schließlich am Strand von Flensburg landete.

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Danach ging es dann noch kurz am Wasser lang und hinter einer Steigung in einem kleinen Wohngebiet dann über die Grenze und auf den Gendarmstien. Dieser stellte sich sogleich als unbefestigter Pfad heraus, teilweise mit groben Schotter zentimeterdick belegt und auch mit einigen steileren Steigungen. In der steilsten (ca. 10%) gab es leider auch die erwähnte Schotterschicht, so dass dort Schieben angesagt war. Selbst das war dort noch sehr mühsam. Bis Kollund besserte sich die Lage dann aber nach und nach und eigentlich war es recht idyllisch dort durch den Wald zu fahren. Danach ging es dann wellig und mit immer mal wieder Seeblick an einer kaum befahrenen Straße entlang bis nach Gråsten. Dort war dann erstmal eine Außenbesichtigung des Schlosses angesagt.

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Da ich an dem Tag noch die letzte Fähre oder zumindest den Fährhafen erreichen wollte ging es dann bald weiter mit zwei kleinen Zwischenstopps an der Kirche in Broager und Dybbøl Banke (Düppeler Schanze). Beide Male hielt ich aber wieder nur kurz.

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Auf dem letzten Stück waren mir übrigens ständig Rennradfahrer begegnet. Der nächste Stopp war Sønderborg. Wenn es nicht über eine kurze Brücke gehen würde, hätte ich nicht bemerkt, dass ich jetzt auf der ersten Insel der Tour angekommen war, auf Als. Dort ging es am Hafen und am Schloss vorbei.

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Danach ging es dann noch kurz am Meer entlang und schließlich durch das sehr wellige Inland bis nach Fynshav. Den letzten Schlenker über eine weitere Nebenstraße ersparte ich mir und wurde am Ende mit einer schnurgeraden Abfahrt und einer tollen Aussicht auf den Fährhafen belohnt. Der Verkehr war auch hier an der Hauptstraße nicht sonderlich hoch und außerdem gab es einen recht guten Radweg.

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Die von oben erblickte Fähre war die nach Fünen, ich wollte aber nach Ærø. Die Fähre kam laut Plan ein wenig später. Also nahm ich dann diese und setzte nach Ærø über. Dort war es dann nur noch ein kleines Stück bis zum schön gelegenen Campingplatz.

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Tag 2 – 23.05.2015
Søby – Emmerbølle
93,0 km – 608 hm


Auf Ærø entschied ich mich, nicht die normale Route auf der Nordseite der Insel zu nehmen, sondern entlang der Südküste. Die war sehr schön und es ging immer wieder leicht auf und ab. Dabei machte ich dann einen kleinen Ausflug an die dortige Klippe.

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Nachdem ich die ganze Insel der Länge nach durchquert hatte, machte ich dann in Marstal erstmal Pause am Hafen.

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Danach ging es dann auf wieder sehr schöner Strecke meist direkt am Meer entlang bis zum Fährhafen in Ærøskøbing und von dort aus dann rüber nach Fünen.

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Auf Fünen blieb ich aber nicht lange. Nach einer kurzen Runde durch die Innenstadt ging es rauf auf die Brücke rüber nach Tåsinge. Wegen einer Baustelle mußte ich allerdings etwas hin und her fahren, bis ich an der richtigen Stelle war, um auf die Brücke zu kommen, die ich übrigens schon mit der Fähre unterquert hatte.

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Auf Tåsinge ging es mitten durch das Gelände von Valdermars Slot. Dort war gerade irgendeine Veranstaltung.

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Danach ging es dann erstmal durch das Landesinnere und das Meer bekam ich erst wieder zu sehen an den Brücken, die über die kleine Insel Siø rüber nach Langeland führen.

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Auf Langeland guckte ich mir kurz Rudkøbing an und fuhr dann weiter auf netter Strecke nach Norden bis zu einem wunderschön an der Ostküste der Insel gelegenen Campingplatz kurz hinter Tranekær.

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Auf Grund der guten Lage konnte ich dort dann noch einen schönen Sonnenuntergang miterleben.

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weiter gehts auf dem EV6: Basel-Budapest – Die Rückfahrt

Tag 23 – 02.09.2015
Budapest / Wien
19,5 km – 152 hm


Ich wollte ja eigentlich in Budapest noch eine Stadtrundfahrt per Fahrrad, aber irgendwie hatte ich dann doch keinen Bock darauf. Teilweise lag es auch am etwas nervigen Verkehr hier. Im Endeffekt bin ich dann relativ direkt zum Bahnhof Déli gefahren, von dem die Nahverkehrszüge in Richtung Wien fahren.

Burgberg und Donau

Am Bahnhof musste ich dann noch eine Fahrkarte kaufen, was aber kein Problem war. Gibt dort sogar einen extra Schalter für internationale Fahrkarten. Zu der Zeit spielte sich ja gerade das Flüchtlingsdrama in Budapest ab. Viel mitbekommen habe ich davon aber nicht. In der Stadt habe ich keine gesehen und am Bahnhof nur ein paar wenige. Die waren ja fast alle an einem anderen Bahnhof (Keleti). Mit zwei Mal umsteigen bin ich dann schließlich am Wiener Hauptbahnhof angekommen. In Györ durfte ich mein Fahrrad die Treppe hochschleppen. Dort gibt es nämlich keine Fahrstühle im Bahnhof.

R Budapest – Györ
R Györ – Bruck an der Leitha
REX Bruck an der Leitha – Wien

Da ich ja schon am Vormittag in Budapest losgefahren bin, war ich nun recht früh in Wien und mein bereits gebuchter Nachtzug fuhr erst am Abend. Ich musste also noch etwas Zeit totschlagen. Ich fuhr also in die Stadt, ging ins Eiscafé (übrigens das selbe wie beim ersten Mal), guckte mir den Stephansdom an, den ich bei meinem ersten Besuch ausgelassen hatte, und aß zu Abend dann ausnahmsweise Mal im Schnellrestaurant.

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EN Wien – Hannover

Im Nachtzug war ich ausnahmsweise mal nicht alleine im Abteil. Mit drin war ein sehr netter, in Wien wohnender Engländer, der einen geschäftlichen Termin in Norddeutschland hatte. Mit dem gab es dann noch ein nettes Gespräch.

Tag 24 – 03.09.2015
IC Hannover Wien
4 km – 0 hm
Am letzten Tag stand nur noch etwas nach Hause rollen an.

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weiter gehts auf dem EV6: Basel-Budapest – In Ungarn, manchmal auch an der Donau

Tag 19 – 29.08.2015
Bratislava – Lipót
65,8 km – 60 hm

Morgens ging es nicht weit vom Campingplatz erstmal zu einem riesen Supermarkt, wie ich ihn bisher nur in Frankreich erlebt hatte. Ich hatte keine Ahnung, wie die Möglichkeiten in Ungarn sein sollten. Ich muss ja auch erstmal Forint holen und die Gegend ist auch nicht sonderlich dicht besiedelt. Daher kaufte ich trotz der zu erwartenden Temperaturen schon gleich am Morgen ein. Danach ging es dann, wieder auf mehrspurigen Straßen in die Altstadt von Bratislava.

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Dort ging es dann nach der Besichtigung wieder auf die andere Donauseite rüber. Noch im Stadtgebiet von Bratislava gab es da eine Baustelle auf der normalen Strecke. Die Umleitung war aber sehr gut ausgeschildert. Hinter der Stadt ging es dann bis zur Grenze die ganze Zeit auf dem Deich entlang. Schatten gibt es dort absolut keinen und jede Sitzgelegenheit ist gnadenlos kommerzialisiert. Überhaupt ist das Stück nicht sehr spannend. Rechts und links gibt es mindestens hundert Meter breite Streifen ohne Bäume und das Wasser ist auch weiter weg. Die Sonne brannte an diesem Tag recht gnadenlos vom Himmel und schnell waren die Temperaturen bei deutlich über 30°C angelangt.

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An der ungarischen Grenze bog ich dann ab, da ich bis Budapest in Ungarn unterwegs sein wollte. Die Strecke entfernte sich nochmal etwas von der Donau und verlief dann an einer nicht sonderlich stark befahrenen Hauptstraße. Ein Geldautomat war dank meines Navis auch schnell gefunden im zweiten Dorf hinter der Grenze. Bis Mosonmagyaróvár war die Strecke recht langweilig und Bäume gab es weiterhin auch so gut wie gar nicht. Mosonmagyaróvár war dann auch nicht sonderlich interessant. Ich machte daher nur kurz halt an der Burg (heute eine landwirtschaftliche Universität).

Burg

Weiter ging es auf wenig befahrenen Landstraßen ohne Schatten bei inzwischen 38°C. Die Strecke war aber halbwegs gut beschildert und vor allem war auch die Straßenoberfläche ganz gut. Da die Entfernungen zwischen den Campingplätzen in der Gegend etwas weit sind, hatte ich mich schon von vorherein dafür entschieden den Tag nur eine kurze Strecke zu fahren und dann auf einen Campingplatz mit angeschlossenem Thermalbad zu gehen. Dafür musste ich nur einen kleinen Abstecher von der Route machen. Da ich bis auf kleine Pausen durchgefahren bin, war ich schon mittags am Platz angekommen. Die Rezeption machte aber leider gerade Pause. Ich musste noch etwa eine Stunde warten. Der Platz war dann ganz gut. Der Preis ist durch den obligatorischen Eintritt ins Bad allerdings ziemlich hoch (der teuerste der ganzen Tour). Da ich früh da war konnte ich dann aber ausführlich das Bad mit allen seinen Angeboten ausnutzen. Das Bad war auch wirklich sehr gut (und auch extrem voll).

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Tag 20 – 30.08.2015
Lipót – Komárom
85,2 km – 175 hm

Am nächsten Tag ging es dann wieder auf der Landstraße durch diverse Dörfer nach Györ. Unterwegs musste ich noch einkaufen. Es war aber Sonntag und neuerdings dürfen am Sonntag in Ungarn nur ganz kleine Dorfläden aufmachen. Ich fand dann aber einen an der Strecke. Es gab ja zum Glück einige kleine Dörfer dort, in der Stadt wäre das schwierig geworden. Die Stadt fand ich dann ganz interessant und habe etwas mehr Zeit dort verbracht.

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Hinter Györ wurde es dann auch leicht welliger. Seit Bratislava war es ja extrem flach. Dafür wurde auch die Beschilderung deutlich lückenhafter, auch schon im Stadtgebiet, und schließlich landete ich noch auf einem extrem schlechten Feldweg entlang der Bahnstrecke mit extrem vielen breiten und tiefen Schlaglöchern. Durch die Trockenheit und Hitze kamen auch ein paar sandige Ecken dazu. Fahren war da teilweise schon etwas grenzwertig. Schließlich landete ich dann aber doch irgendwie in Komárom und dort wieder auf einem Campingplatz an einem Thermalbad. Das Bad habe ich auch wieder besucht, den Eintritt dafür hatte ja schließlich wieder mit bezahlen müssen, aber nicht ganz so ausführlich, ich war ja deutlich länger gefahren als am Tag zuvor. Das war aber deutlich einfacher als das in Lipót und hatte mehr den Charakter eines normalen Freibades. Bei der Hitze, es waren wieder 38°C, war das aber trotzdem ganz schön.

Tag 21 – 31.08.2015
Komárom – Dömös
78,2 km – 180 hm

Morgens bin ich erstmal rüber auf die andere Seite der Donau in den slowakischen Teil der Stadt, Komárno. Ich sah also auch das erste Mal seit zwei Tagen wieder den Fluss. In Komárno machte ich eine kleine Runde unter anderem zum Europaplatz.

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Danach ging es weiter parallel zur Donau und manchmal auch nah an sie ran durch diverse Dörfer. Hier gab es fast durchgängig an der Landstraße einen sehr schlechten benutzungspflichtigen Radweg. In den Dörfern durfte man aber auf die etwas bessere Fahrbahn wechseln. Ursprünglich wollte ich den Tag auch nach Tata fahren, auf Grund der extremen Hitze ersparte ich mir dann aber den sehr hügeligen Abstecher. Apropos Hügel, die Landschaft wurde auch langsam schöner durch die Hügel und es gab auch teilweise etwas Schatten durch diese und durch Bäume an der Straße. In Esztergom radelte ich dann den Berg hoch zur Burg und zur Kathedrale. Besichtigt habe ich aber nur die Kathedrale. Diese aber recht ausführlich einschließlich des interessanten Museums unter dessen Dach. Den nochmal etwas teureren Eintritt für die Aussichtsplattform ganz oben ersparte ich mir aber.

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Hinter Esztergom wechselte ich dann nicht das Ufer, sondern fuhr zum von mir auserkorenen Campingplatz direkt am Donauknie. Dieser hatte dann übrigens auch wieder ein Schwimmbad, aber nur ein Becken und nicht beheizt. Aber bei wiedermal 38°C war das trotzdem nett.

am Donauknie

Tag 22 – 01.09.2015
Dömös – Budapest
78,5 km – 217 hm

Morgens ging es erstmal ein kleines Stück auf der Landstraße nach Visegrád. Dort besichtigte ich den Königspalast. Den steilen Aufstieg zur Burg fuhr ich aber nicht.

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Dort wechselte ich dann nach etwas Wartezeit per Schubfähre auf die andere Flussseite zurück auf die Hauptroute des Donau-Radweges. In Vác warf ich dann einen kurzen Blick auf den einzigen Triumphbogen Ungarns und fuhr noch in Ruhe durch die Innenstadt und dann zur Donaupromenade. Dort musste ich dann wieder auf die Fähre warten.

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Nach der Überfahrt ging es dann über die Donauinsel und danach durch dichter besiedeltes Gebiet. In Szentendre guckte ich mir dann noch die nette Altstadt an.

Szentendre

Hinter Szentendre ging es dann für ein paar Kilometer etwas ruhiger am Fluss entlang bis es schließlich deutlich zu merken war, dass die Großstadt naht. Ich war dann schließlich in Budapest und fuhr bis zur Friedensbrücke soweit möglich am Ufer entlang.

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Durch die viele Warterei an den Fähren war es schon recht spät, also fuhr ich dann über die Donau und direkt zum angepeilten Campingplatz, dem Bikercamp. Dieses hatte allerdings wegen irgendwelcher technischer Probleme geschlossen. Daher musste ich dann noch weiter fahren zum anderen Campingplatz (Haller). Der war aber nicht weit weg. Dort traf ich dann auch wieder auf große Mengen an Reiseradlern. So viele wie seit Regensburg nicht mehr.

weiter gehts auf dem EV6: Basel-Budapest – An der niederösterreichischen und slowakischen Donau

Tag 16 – 26.08.2015
Zwentendorf – Wien
69,3 km – 163 hm

Erstes Ziel des Tages war Tulln. Dort gab es einen netten Park am Ortseingang zu sehen und im Ort eine Barockkirche und den Karner. In letzterem liefen gerade Restaurierungsarbeiten. Rein konnte ich aber trotzdem.

Seerosenbrücke Tullner Karner

Danach fuhr ich dann ein bisschen auf der linken Flussseite, wechselte dann aber rechtzeitig vor Klosterneuburg wieder auf die rechte. Dort besuchte ich dann das Stift. Diesmal verzichtete ich aber auf eine Innenbesichtigung.

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Weiter ging es danach in Richtung Wien. Ich merkte bald, dass ich der Großstadt immer näher kam. Die Fahrt am Fluss war aber trotzdem überwiegend sehr schön.

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In Wien wechselte ich dann an den Donaukanal und machte anschließend eine Runde auf der Ringstraße um die Innenstadt. Bevor ich zum Campingplatz Neue Donau fuhr, kaufte ich mir dann noch bei einem Outdoorshop eine neue Gaskartusche. Meine war nämlich fast alle.

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Tag 17 – 27.08.2015
Wien – Wien – Wien
30,2 km – 120 hm

Dass ich in Wien einen Ruhetag einlegen würde stand schon von vornherein fest. Der Tag lässt sich ja auch gut füllen in so einer Stadt. Zunächst bin ich zum Schloss Belvedere um das von außen und die Gemäldesammlung im inneren anzugucken.

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Danach ging es dann weiter in der Hofburg.

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Zuerst war die Schatzkammer dran.

Reichskrone Mantel des österreichischen Kaisers Alba Wappenröcke

Und danach dann die Silberkammer, die Kaiserappartements und das Sisi Museum. Die sind alle im selben Gebäudeteil und man zahlt auch für alle drei zusammen den Eintritt.

in der Hofburg DSC04330

Danach war dann noch etwas Stadtrundgang angesagt.

Blick Richtung Hofburg

Am Ende ging es dann (wieder) quer durch den Prater zurück zum Campingplatz auf der anderen Seite der Donau. Der Abzweig von der Praterhauptachse ist übrigens sehr leicht zu übersehen. Dank Navi war das aber kein Problem für mich.

Riesenrad

Tag 18 – 28.08.2015
Wien – Bratislava
91,8 km – 275 hm

Am Morgen war erst etwas nebelig. Nach gar nicht so langer Zeit löste sich dieser aber auf und ich merkte bald, dass es in den nächsten Tagen wieder sehr heiß werden sollte. Heute waren es aber erstmal nur knapp über 30°C. Aus Wien raus ging es zunächst am Rande des Nationalparks Donauauen entlang. Von Natur war aber nicht viel zu sehen. Es ging die ganze Zeit auf einem Recht hohen Deich entlang. In Orth fuhr ich kurz in den Ort rein, aber in erster Linie zum Einkaufen.

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Dort wechselte ich dann per Fahrradfähre an das andere Ufer zu einem mal wieder frei geplanten, nicht offiziellen Abschnitt meiner Tour. Die Ankunft auf der anderen Seite war an einem kiesigen Strand ohne Steg usw. und danach durfte ich erstmal auf einem Trampelpfad zu einem Wanderweg mich durcharbeiten. Danach ging es dann erstmal einige Meter nach oben und anschließend im leichten Zickzack durch das Hinterland bis zum Heidentor etwas außerhalb von Petronell-Carnuntum, eigentlich gar kein Tor, sondern ein Siegerdenkmal. Hier gab es dann auch die ersten nicht asphaltierten Abschnitte auf österreichischem Boden.

Heidentor

Danach ging es dann weiter zur Ausgrabungsstätte von Carnuntum. Einige Gebäude wurden dort auch wiederaufgebaut.

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Auf dem Weg nach Bad Deutsch-Altenburg ging es dann noch an einem zu Carnuntum gehörenden Amphitheater vorbei und im Ort dann ins archäologische Museum. Die Eintrittskarte gilt übrigens für beide archäologischen Stätten und das Museum.

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In Hainburg machte ich noch kurz Pause.

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Und danach ging es leicht hügelig weiter Richtung Bratislava, welches schon von weitem zu sehen war.

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Vor Bratislava ging es wieder auf den Deich und an der Donaubrücke leistete ich mir die recht teure Fahrt hinauf auf den Turm dieser.

Blick auf Bratislava DSC04515

In der Stadt ging es dann noch länger an mehrspurigen Straßen ohne Radwege bis zum Campingplatz. Dieser ist nämlich sehr weit draußen an einem See. Der Verkehr ist aber nicht sehr stark und die Straße ja sehr breit, also war das kein Problem. Auf dem Campingplatz traf ich dann auch wieder das holländische Pärchen, welches ich hinter Kehlheim auch schon auf dem Campingplatz neben mir hatte. Die beiden hatten hier ihre Tour beendet, kamen aber auch schon per Rad ganz aus ihrer Heimat. Auf dem Platz wurde man beim Einchecken auch vor Krach durch feiernde Gäste am See gewarnt, es war aber nichts davon zu merken später.

weiter gehts auf dem EV6: Basel-Budapest – An der ober- und der niederösterreichischen Donau

Tag 12 – 22.08.2015
Kohlbachmühle – Linz
92,0 km – 186 hm

Morgens ging es zunächst am Nixenfelsen vorbei und dann über die Grenze nach Österreich.

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Nur wenig nach der Grenze war die Wegequalität auch gleich spürbar besser. Überhaupt war die Wegequalität auf dem österreichischen Teilstück die beste, die ich je auf einem touristischen Radweg erlebt habe. Nach der mäßigen bis schlechten eine Bayern eine wirkliche Erholung. Außerdem war die Landschaft auf den folgenden Kilometern wunderschön. Es ging durch die Schlögener Schlinge. Unterwegs musste ich dabei einmal per Fähre das Ufer wechseln.

Radfähre an der Schlögener Schlinge Schlögener Schlinge

Kurz nach der Schlinge musste ich dann leider auf einem Abstecher zu einem Supermarkt feststellen, dass die Autofahrer in Oberösterreich sich leider sehr aggressiv gegenüber Radfahrern verhalten. Sowas hatte ich auf meinen Reisen und Ausflügen bisher auch noch nicht erlebt. Der anschließende Abstecher nach Eferding war nicht so lohnend. Ganz nett war es dann wieder in Wilhering, wo ich einen kleinen Besuch beim Stift machte. Danach ging es dann per Fähre rüber nach Ottensheim.

Ottensheim

Von dort aus ging es dann weiter bis nach Linz. Dort gab es in der Altstadt gerade so eine Art Stadtfest mit diversen Bühnen. Außerdem war es ein Samstag. Ich schlenderte also durch die sehr volle Altstadt und hielt auch bei der einen oder anderen Bühne mal an, um mir die dort gespielte Musik anzuhören. Den alten Dom und den Mariendom guckte ich mir auch von innen an.

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Danach ging es dann auf dem Deich bis zum Linzer Zeltplatz. Dabei überholte ich eine slowakische Gruppe von jungen Radsportlern, die ich dann später auf dem Zeltplatz wiedersah. Überhaupt war es auf dem Platz sehr international und es waren fast nur Radfahrer da. Mit einem Franzosen kam ich dann auch noch etwas länger ins Gespräch.

Tag 13 – 23.08.2015
Linz – Au an der Donau
54,7 km – 266 hm

An diesem Tag sollte es Luftlinie gar nicht weit vorangehen. Ich hatte so einiges an Zickzack eingeplant und dazu noch zwei größere Besichtigungen. Zunächst ging es aber erstmal direkt an der Donau entlang und etwas später überquerte ich an einem Kraftwerk diese. Von da aus ging es dann 8 km landeinwärts da ich das Stift St. Florian besuchen wollte. Am Ende ging es für wenige Meter auch noch mal kräftig bergauf. Die Besichtigung geht dort nur mit einer Führung und die erste startet erst um 11.00 Uhr. Ich bin den Tag ja wie immer recht früh gestartet und die Strecke bis St. Florian war nicht sehr weit. Daher musste ich dort dann noch ein wenig warten. Das hatte sich aber gelohnt. St. Florian ist meiner Meinung nach das schönste der barocken Klöster an der Donau.

DSC03550 Bibliothek Stift St. Florian Festsaal Stift St. Florian unterm Stift

Nach der ausführlichen Führung ging es dann für mich weiter, aber noch nicht wieder an die Donau. Erstmal fuhr ich nach Enns. Dort gibt es einen netten Dorfplatz. Dort machte ich dann da Sonntag war, meine Mittagspause ausnahmsweise Mal in einem Restaurant.

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Danach ging es dann aber tatsächlich wieder an die Donau und diese überquerte ich mal wieder mit einer Fähre. Dann ging es ein wenig stromaufwärts und anschließend landeinwärts und bergauf zur Gedenkstätte Konzentrationslager Mauthausen. Dort nahm ich mir viel Zeit, um diesen Ort des Schreckens auf mich wirken zu lassen.

Klagemauer Dusche Krematorium Menschen seid wachsam

Durch die beiden langen Besichtigungen war es schon relativ spät geworden. Daher fuhr ich danach zum nächsten Campingplatz und dieser Tag sollte der mit den wenigsten Kilometern der Tour sein.

Tag 14 – 24.08.2015
Au an der Donau – Melk
76,7 km – 279 hm

Morgens erreichte ich nach nur kurzer Zeit den tausendsten Kilometer der Tour. Also musste mal wieder ein Beweisfoto geschossen werden.

DSC03724 1000 km

Danach ging es dann landeinwärts durchs Machland. Dieses ist durch einige Hochwasserschutzbauwerke teilweise etwas entstellt. Etwas später ging es dann aber in eine 2 km lange 6-8%ige Steigung. Das war dann landschaftlich wieder schön. Es gab in dem Anstieg allerdings auch eine etwas schwierige Begegnung mit zwei freilaufenden Hütehunden, die mich dann zum Anhalten zwang. Passiert ist dann aber nichts weiter. Schließlich kam ich dann am Ziel dieses Abstechers an, der Burg Clam. Da kam ich dann in den Genuss einer sehr exklusiven Führung, ich war nämlich der einzige Gast an dem Morgen dort. Die Burg selber fand ich interessant und mit der Privatführung war das auch mal was Besonderes.

DSC03734 Innenhof der Burg Klam DSC03763

Nach dem Burgbesuch ging es zunächst bergab, um anschließend in einer 1,5 km langen Gegensteigung sämtliche verlorenen Höhenmeter wieder wett zu machen. Die war aber mit 4-6% recht moderat. Wieder an der Donau angekommen, habe ich mir dann in Grein ein wenig die Stadt angeguckt und anschließend, mal wieder per Fähre, die Donau überquert.

DSC03765 an der Donau bei Grein

Danach ging es dann wieder auf perfekten Wegen direkt an der Donau entlang nach Ybbs. Dort besuchte ich das sehr schöne kleine Fahrradmuseum.

alte Rennräder Feuerwehrrad Kettenblatt Radevolution

Anschließend ging es dann weiter direkt an der Donau lang bis zum Campingplatz in Melk. Dieser war leider relativ schlecht. Die auf der anderen Straßenseite gelegenen Sanitäranlagen waren schlecht gepflegt und eine Spülküche gab es gar nicht. Durch den Schiffsanleger direkt nebenan war es zeitweise auch etwas viel Verkehr.

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Tag 15 – 25.08.2015
Melk – Zwentendorf
94,5 km – 507 hm

Nach einer kurzen Runde durch den Ort, hieß es dann für mich mal ein barockes Kloster zu besichtigen. Das Stift Melk ist ja das bekannteste in der Region. An sich ist es auch schön. Ich war aber vorgestern schon in einem sehr schönen. Zudem verströmt die Aufmachung der Ausstellung doch ein wenig den Charme von Disneyland. Die Massen von Touristen kommen dann auch noch dazu. Aber interessant war es doch irgendwie.

DSC03847 DSC03859 DSC03930 in der Orangerie des Stiftes

Anschließend ging es dann auf der landschaftlich sehr schönen Strecke durch die Wachau. Dort gibt es auch ein paar nette Dörfer. Die Strecke durch die Weinberge des Burgunds vom Vorjahr (Voie des Vignes) war allerdings noch schöner.

DSC03966 Wachauwein

Am Ende wechselte ich dann noch kurz auf die andere Donauseite nach Mautern. Das hatte sich aber nicht so wirklich gelohnt. Wieder zurück auf der linken Flussseite ging es dann durch Stein an der Donau und Krems. Beides ganz nette Städte.

Stein an der Donau

Danach ging es dann wieder über den Fluss und nach einem kurzen Flachstück in eine 5 Kilometer lange Steigung hoch zum Stift Göttweig. Die erste Hälfte war dabei sehr moderat, die letzten 2 km hatten es mit durchschnittlich 10% aber ganz gut in sich. Die Aussicht hat dann aber für die Mühen entschädigt und das Kloster war auch interessant. Führungen habe ich übrigens weder in Melk noch in Göttweig mitgemacht.

Stift Göttweig Treppenhaus mit Fresko DSC04028 DSC04071

Anschließend ging es rasant den Berg hinab und mit 68,9 km/h gab es einen neuen Rekord zu vermelden. Die Bremsen hatten ihren Test vor einer Haarnadelkurve übrigens auch mit Bravour bestanden. Danach war es wieder flach. Abgesehen von einem Abstecher nach Traismauer ging es auch wieder entlang der Donau. Der Ausflug nach Traismauer hatte sich auch eigentlich nicht so richtig gelohnt, aber immerhin war die Strecke entlang der Trais ganz nett. Am Ende des Tages landete ich dann auf einem sehr einfachen Zeltplatz, wo sich schon eine sehr große Gruppe von mehreren Familien breitmachte.

weiter gehts auf dem EV6: Basel-Budapest – An der bayerischen Donau – Teil 2

Tag 9 – 19.08.2015
Kapfelberg – Regensburg
33,6 km – 160 hm

In Regensburg wollte ich ursprünglich meinen ersten Ruhetag einlegen, da es da ja einiges zu sehen gibt. Da ich noch ein paar Kilometer im Rückstand war, habe ich dann aber nur einen halben eingelegt. Knapp 30 km sind ja auch nichts Besonderes und in unter eineinhalb Stunden zu schaffen. In Regensburg angekommen habe ich dann erstmal eine kleine Schleife über die Donauinsel gedreht, um mir das Stadtpanorama von dort aus anzugucken und um über die steinerne Brücke rein zu fahren. Die Brücke wurde gerade restauriert. Das beeinträchtigte aber nur den Anblick, darüber fahren konnte ich aber trotzdem.

Dom und steinerne Brücke Regensburg

Am Stadttor an der Brücke stellte ich dann mein Fahrrad ab und besichtigte die Stadt. Zunächst machte ich eine Führung durch das Rathaus mit. Die war interessant, weil man in Bereiche kommt, die sonst nicht zugänglich sind und auch weil man ein bisschen was über die Geschichte erfährt.

DSC03181 Reichstagssaal

Danach war dann noch der Dom mit seiner Schatzkammer dran. Die Schatzkammer hat schon einige sehr interessante und einmalige Ausstellungsstücke zu bieten.

DSC03202 Reliquienkästchen

Abschließend ging es noch am (eigentlich nur Fragment des) zweitältesten erhaltenen Gebäudes Deutschlands vorbei und die Donau zurück hinauf zum Campingplatz. Dieser war dann übrigens besonders stark von Radreisenden frequentiert.

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Tag 10 – 20.08.2015
Regensburg – Kleinschwarzach
89,2 km – 227 hm

Am nächsten Tag war die Landschaft dann erstmals seit einer Weile nicht mehr ganz so platt. Nach wenigen Kilometern hieß es dann auch gleich einen der Hügel hinauf zu kurbeln. Ich wollte mir nämlich Walhalla angucken. Einen Tempel zur Huldigung deutscher Persönlichkeiten, der aussieht wie ein griechischer Tempel und einen nordischen Namen trägt (etwas widersprüchlich, gell?). Die Steigung war aber mit ca. 5% über rund einen Kilometer sogar etwas einfacher als erwartet. Ich komme ja schließlich aus dem extremen Flachland.

DSC03271 DSC03292 Walhalla

Danach ging es dann, teilweise direkt an der Autobahn entlang, bis nach Straubing. Dort gab es dann einen Rundgang durch die schöne Altstadt und einen Besuch im Gäubodenmuseum. Der Besuch in dem Museum hat sich sehr gelohnt. Zu sehen gibt es dort unter anderem diverse Fundstücke aus römischer Zeit aus der Gegend.

Marktplatz Straubing DSC03327 Schutzmasken DSC03371

Tag 11 – 21.08.2015
Kleinschwarzach – Kohlbachmühle
88,9 km – 229 hm

Es gab zunächst kurze Besichtigungen von Deggendorf und Vilshofen. Die sind ganz nett. Aber warum müssen die bayerischen Kleinstädte immer ihre Innenstädte mit Autos vollstopfen?

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Hauptziel des Tages war dann aber die Dreiflüssestadt Passau. Ich parkte dort mein Rad am Rathaus und besichtigte zunächst dieses.

Hochwassermarke

Danach ging es weiter zum Dom und dessen Museum. Letzteres war aber nicht ganz so beeindruckend, wie das in Regensburg.

DSC03437 Innenstadt Passau

Anschließend ging es dann per Rad noch zum Dreiflüsseeck und weiter auf der linken Seite bis zum allerletzten Campingplatz vor der Grenze. Die Landschaft gab dabei auch schon einen Vorgeschmack auf den folgenden Tag. Auf dem Campingplatz war es auch sehr nett. Es gab einige sehr nette Dauercamper und neben mir mal wieder ein sehr nettes niederländisches Paar (nicht die bereits erwähnten).

Dreiflüsseeck DSC03469

weiter gehts auf dem EV6: Basel-Budapest – An der bayerischen Donau – Teil 1

Tag 7 – 17.08.2015
Günzburg – Neuburg an der Donau
111 km – 401 hm

Morgens regnete es immer noch, aber nicht mehr so stark wie am Tag zuvor. So sollte es auch noch einige Stunden bleiben. Die Wegequalität war leider nicht mehr so gut, wie die Tage zuvor. Schotter gab es zwar auch schon in Baden-Württemberg, aber in Bayern ist der leider deutlich gröber und auch deutlich häufiger (>60% der Strecke). Das sollte leider im gesamten bayerischen Abschnitt so sein. Des Öfteren ging es an diesem Tag am sehr stark regulierten Fluss entlang, aber auch immer Mal wieder durch Reste der Auen.

kopflose Paddler in Bayern

Die Orte an der Strecke waren auch ganz nett. In Gundelfingen gab es einen restaurierten kleinen Rest der Stadtmauer zu sehen und in Faimingen die Reste eines kleinen Römertempels mitten in einem Wohngebiet.

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Etwas mehr umgeguckt, habe ich mich dann aber erst wieder in Dillingen.

Stadtturm Dillingen

In Höchstädt hätte ich gerne das Schloss besichtigt. Aber es war Montag und daher war es leider geschlossen.

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Etwas später war ich bei wieder stärker werdenden Regen in Donauwörth. Dort hatte ich Freunde, du an dem Tag von dort auf die Via Claudia Augusta starten wollten leider knapp verpasst. Aber so ist das halt.

DSC02982 Stadtmauer Donauwörth

Also ging es danach noch ein Stück weiter die Donau abwärts. Dabei leistete ich mir wegen Unaufmerksamkeit dann noch einen kleinen Verfahrer und ich durfte einige Meter zusätzlich nach oben fahren. Am Ende des Tages stand dann die längste Etappe der Tour und die zweitlängste des Jahres zu Buche. Genau bei Ankunft auf dem Campingplatz hörte dann auch der Regen auf und ward nicht mehr gesehen bis zum Ende der Tour.

Tag 8 – 18.08.2015
Neuburg an der Donau – Kapfelberg
94,0 km – 206 hm

Heute konnte ich gleich am Morgen mal wieder ein Schloss angucken, das in Neuburg an der Donau. Das hat mir wieder sehr gefallen, das Schloss selbst und auch die abwechslungsreiche Ausstellung.

Schloß Neuburg an der Donau DSC03035 DSC03045

Danach ging es noch quer durch den Ort und weiter auf einem straßenbegleitenden Radweg an einer Landstraße raus aus Neuburg. Zum Glück ging es aber nach ein paar Kilometern weiter auf einsamen Landstraßen und das Wetter wurde auch immer besser mit mehr Sonne und sehr angenehmen Temperaturen von um die 25°C. In Ingolstadt durfte ich dann auch mal wieder die Donau sehen. Das Schloss guckte ich mir nur von außen an, da mich die Ausstellung (Militärmuseum) nicht interessierte. Aber die Asam-Kirche guckte ich mir von außen und innen an. Von außen ist sie recht unscheinbar, von innen dafür umso prächtiger.

DSC03072 St. Maria de Victoria

Hinter Ingolstadt ging es noch eine Weile an der Donau entlang, bis ich sie dann verlassen musste um über die Hügel der Hallertau zu meinem nächsten Ziel zu kommen, dem Kloster Weltenburg. Das berühmte Hopfenanbaugebiet fand ich nicht so sonderlich sehenswert, dafür aber das Letze Stück, wieder an der Donau, bis zum Kloster Weltenburg. Dort war natürlich wieder das übliche Sightseeing angesagt. Den Ausschank nutzte ich dort aber nicht.

DSC03109 Klosterkirche Weltenburg DSC03120

Dort ging ich dann aufs Schiff, um mit diesem durch den Donaudurchbruch zu fahren. Eine schöne Sache und an Bord gibt es auch das Klosterbier, von welchem ich mir dann auch eine halbe genehmigte.

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In Kehlheim angekommen war es schon relativ spät, so dass sich ein Besuch der Befreiungshalle nicht mehr lohnte. Aber die wird eh zurzeit saniert. Ich fuhr also nur kurz durch den Ort, ein kleines Stück an der Altmühl entlang und dann an der Donau bis zu einem der Campingplätze in der Nähe. Dieser war ganz schön gelegen und die Campingplatzbetreiberin nett, die Duschmarken waren allerdings teuer und die Duschzeit mit diesen auch recht teuer. Dort stand neben mir noch ein nettes Paar aus den Niederlanden, welchem ich einige Tage später nochmal wieder begegnen sollte.

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